China Mythos: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 11. Dezember 2008, 13:28 Uhr
Es gab vor -zig Jahren in einem Land
in jeder nur Glück und Liebe fand,
ein Drachenwesen der sieben Himmel,
wachend über das Menschengewimmel.
Darüber, dass denen auf der Erde
es an keinerlei je mangeln werde.
Denn die Liebe herrschte zwischen allen,
das hat dem Drachen sehr gut gefallen.
Die Menschen lebten in Zufriedenheit,
und keiner weiß wie - plötzlich gab es Neid.
Um Kleinigkeiten entbrannte der Zorn,
jedes blies nur noch ins eigene Horn.
Der Drache warnte, begann zu schlichten,
doch kein Mensch wollte sich danach richten.
Da floh er der Erde mit Weh und Ach,
traurigen Blickes sah mancher ihm nach.
Als Hader und Zwist zu sehr erstarkten,
die Gierigen die Schwachen behakten,
da erdachte sich einer einen Trick,
meinte, das brächte den Drachen zurück.
Er baute sein Bildnis und ließ es steigen,
um dem Glücksspender damit zu zeigen:
"Beehre uns wieder, sei unser Freund,
dass Liebe und Friede uns wieder eint!"
Dies Bildnis, bekannt als Centipede,
ziert immer noch manche Drachenfete,
doch mir ist, als hörte ich da im Wind
eine dumpfe Weise, die so erklingt:
"Ihr Menschen, töricht und verstockt,
auch wenn ihr mich mit Drachen lockt,
kehr ich zurück in meine Welt,
bis Friede bei euch Einzug hält!"
(Gedicht von Werner Siebenberg, Berlin)