Pfaff - Einstellanleitung

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für die Maschinen 1196, 1197, 1199, 1211, 1212, 1213, 1214, 1221, 1222

Inhaltsverzeichnis

  1. Vorwort
  2. Technische Daten
    1. Allgemeine technische Daten der 1100er- und I200er-Baureihe
    2. Einstellmaße
  3. Stopmatic-Einrichtung
    1. Funktionsbeschreibung
    2. Einstellung des Kupplungshebels
    3. Einstellung der Rolle zum Auslösestift der Rollenkupplung
  4. Zickzack-Einrichtung
    1. Ausbau des Automatic-Aggregates
    2. Einstellung der Schraubenräder zueinander und des Antriebshebels zur Armwelle
    3. Einstellung des Drehgriffes
    4. Grundeinstellung des Einstellexzenters im Nadelstangenpendel
    5. Nadel-Nullstellung für Geradstich
    6. Nadelstangenseitwärtsbewegung des Zickzack-Aggregates (Überstichbewegung)
    7. Einstellung der Stichlage
    8. Einstellung des Zickzack-Nadeleinstiches zum Stichplattenschlitz
  5. Knopfloch-Einrichtung
    1. Arbeitsweise der Knopflochschaltung
    2. Grundstellung des Anschlages für den Knopflochhebel
    3. Stellung der Antriebsschaltklinke zum Schaltrad
    4. Zeitliche Einstellung der Bewegung der Antriebsschaltklinke
    5. Feineinstellung des Anschlages für den Knopflochhebel
    6. Einstellung der Vor- und Rückwärtsstich-Umschaltung der Knopfloch-Einrichtung
  6. Transport-Einrichtung
    1. Einstellung des Transporteurs in seitlicher Richtung
    2. Parallelstellung des Transporteurs zur Stichplatte
    3. Parallelstellung des Transporteurs zur Stichplatte (neue Ausführung)
    4. Transporteurhöhe
    5. Einstellung des Kupplungsstückes für den Schiebeexzenter
    6. Axialeinstellung des Schiebeexzenters
    7. Axialeinstellung des Gelenkstichstellers
    8. Nullpunkteinstellung des Stichlängen-Stichstellers
    9. Zeitliche Einstellung der Schiebebewegung des Ober- und Untertransportes
    10. Einstellung der Transporteur-Versenkeinrichtung
    11. Stoffdrückerstangen-Höhe
    12. Neue Stoffdrückerstangenhöhe für Maschinen mit Obertransport ab Maschinen Nr . 29 311 283
    13. Einstellung des Nähfußdruckes
    14. Seitliche Stellung des Obertransportfußes zum Nähfuß
    15. Einstellung des Obertransportfußes in Nährichtung
    16. Einstellung der Höhe des Obertransportfußes
    17. Einstellung der Höhe des Obertransportfußes ab Maschinen Nr . 29 311 283
    18. Vibratoreinstellung
    19. Einstellung der Vor- und Rückwärtsstich-Umschaltung der Knopfloch-Einrichtung
  7. Stichbildungswerkzeug
    1. Stellung der Nadel in Nährichtung zum Stichlochschlitz
    2. Grundstellung des Greiferlagers
    3. Schlingenhubeinstellung des Greifers
    4. Einstellung der Nadelstangenhöhe
    5. Einstellung des Greiferabstandes zur Nadel
    6. Einstellung des Spulenkapselhalters
  8. Automatic-Einrichtung
    1. Funktionsbeschreibung
    2. Einbau der Automatic
  9. Direktgesteuerte Automatic-Einrichtung
    1. Einstellung des Abstandes zwischen dem Schneckenrad und der Schnecke
    2. Dichtstellen der Tasthebel zum Kurvenscheibenblock
    3. Nadelstangenseitwärtsbewegung der direktgesteuerten Automatic (Überstichbewegung)
    4. Einstellung der Nutzstiche zum Stichplattenschlitz
    5. Einstellung der Vor- und Rückwärtsstichlänge beim Hohlsaumstich
  10. Indirektgesteuerte Automatic-Einrichtung
    1. Dichtstellen der Tasthebel zum Kurvenscheibenblock
    2. Einstellung des Nullpunktes für die Musterlänge
    3. Dichtstellen des Tasthebels für den Festonbogen
  11. Elektro-Einrichtung
    1. Beschreibung der Einrichtung
    2. Einstellung der maximalen Drehzahl und der Drehzahl für die Stopmatic
    3. Einstellung der maximalen Drehzahlen für Maschine und Stopmatic beim Zweibereich-Motor (110 V und 220 V)
    4. Ausführungsarten bei Maschinen mit elektronischer Steuerung
    5. Austausch des Potentiometers im Fußanlasser
    6. Prüfanleitung und Fehlersuche in der elektrischen Anlage
    7. Einstellung der Spannung des Zahnriemens
  12. Einnähen der Maschine
    1. Einstellung des Spulers
    2. Funktion des Einfädlers
    3. Einstellung des Kurvenstückes
    4. Einstellung des Einfädlerkopfes
    5. Fadenspannung
    6. Einstellung der Unterfadenspannung
    7. Einstellung der Oberfadenspannung
    8. Einstellung des Auslöseweges der Oberfadenspannung
    9. Einstellung des Fadenanzugsfederweges
    10. Einstellung der Vor - und Rückwärtsstichlänge beim Hohlsaumstich
    11. Einstellung des Haushalt-Overlockstiches
    12. Einstellung der Vor- und Rückwärtsstichlänge beim Dreifachstich
    13. Anfertigung des Näh- und Kontrollmusters
  13. Arbeiten an der Maschine
    1. Motor- und Kohlebürstenaustausch
    2. Austausch der Druckfeder in der Handradauslösung
    3. Austausch des Steuerscheibenblockes


Vorwort

Diese vorläufige Einstellanleitung soll Ihnen helfen, alle Reparaturen an den Maschinen schnell und gut auszuführen. Sie verliert ihre Gültigkeit mit der Herausgabe der endgültigen Einstell - und Reparaturanleitung.

Erst wenn Sie eine Abweichung an der Maschine zu den hier beschriebenen Einstellungen feststellen , sollten Sie Einstelländerungen vornehmen. Da sich die Pfaff-Modelle 1222, 1221, 1212 und 1211 in ihrem technischen Aufbau bis auf wenige Einzelheiten gleichen, gilt diese Anleitung für alle Maschinen. Unterschiede sind in der Einstellanleitung getrennt erklärt.

Zum Überprüfen oder Einstellen einer Maschine gehen Sie am zweckmäßigsten in der beschriebenen Reihenfolge vor. Zerlegte Maschinen stellen Sie beim Zusammenbau gleich ungefähr ein. Sie erleichtern sich dadurch wesentlich das anschließend genaue Einstellen.

Bei Teilebestellungen benutzen Sie bitte die Bestandteileliste und machen Sie folgende Angaben:

  1. Bezeichnung der Maschinenklasse
  2. Vollständige zehnstellige Teilenummer
  3. Genaue Teile-Bezeichnung
  4. Bei lackierten Teilen genauen Farbton
  5. Wenn erforderlich "alte " oder "neue" Ausführungsart des Teiles Bei Reparaturen an elektrischen Geräten aller Art , muss nach § 1 der zweiten Durchführungsverordnung zum Energie-Wirtschaftsgesetz die elektrische Anlage ordnungsgemäß, d.h. nach den anerkannten Regeln des VDE geprüft werden. Außerhalb Deutschlands sind die Vorschriften des jeweiligen Landes anzuwenden. Da ein Tei l der elektrischen Anlage an dieser Maschine nur mit geringer Spannung geprüft werden darf , muss ausschließlich nach der Prüfanleitung im Kapitel "Elektro-Einrichtung" vorgegangen werden.

Bei Reparaturen an elektrischen Geräten ist es deshalb in jedem Fall erforderlich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Für eine fachgerechte Einstellung der Maschinen sind folgende Lehren und Hilfswerkzeuge erforderlich:

  • Schlingenhublehre 870 136-01
  • Schlingenhubzwinge 870 137-00
  • Einstellehre für den Spulenkapselhalter 7.501.00-201
  • Universal-Brückenlehre 63-112 120-08
  • Spezial-Einstellschlüssel 106 300-306
  • Ringgabelschlüssel 5,5 mm 43-111 010-04
  • Ringgabelschlüssel 7 mm 43-111 010-05
  • Ringgabelschlüssel 8 mm 43-111 010-06
  • Seeger Zange ZA 21 07-458 000-40
  • Seeger Zange A1 07-438 000-50
  • Benzing-Montagegreifer 1,9 kz 07-437 003-10
  • Benzing-Montagegreifer 2,3 kz 07-437 003-20
  • Benzing-Montagegreifer 3,2 kz 07-437 003-30
  • Benzing-Montagegreifer 4,0 kz 07-437 003-40
  • Benzing-Montagegreifer 5,0 kz 07-437 003-50
  • Benzing-Montagegreifer 6,0 kz 07-437 003-60
  • Benzing-Montagegreifer 7,0 kz 07-437 003-70

Technische Daten

  • PFAFF 1222, 1222 E
    • kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, elektronischer Drehzahlregelung, Knopfloch-Automatic, Stopmatic und Freiarm.
  • PFAFF 1221
    • kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, elektronischer Drehzahlregelung, Knopfloch-Automatic, Stopmatic und Grundplatte.
  • PFAFF 1214
    • kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Freiarm.
  • PFAFF 1213
    • kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Grundplatte.
  • PFAFF 1212
    • direktgesteuerte Nutzstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Freiarm.
  • PFAFF 1211
    • direktgesteuerte Nutzstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Grundplatte.
  • PFAFF 1199
    • direktgesteuerte Nutzstich-Automatic, Knopfloch-Einrichtung und Freiarm (Compactmaschine)
  • PFAFF 1197
    • direktgesteuerte Nutzstich-Automatic, Knopfloch-Einrichtung und Freiarm.
  • PFAFF 1196
    • direktgesteuerte Nutzstich-Automatic, Knopfloch-Einrichtung und Grundplatte.

Allgemeine technische Daten der 1100er- und I200er-Baureihe

  • Direktgesteuerte Automatic mit vor- und rückwärtsgesteuerter Transporteinrichtung, Untersetzung 12:1.
  • 5 Nutzsticharten veränderlich durch Zickzack und kombinieren.
  • Indirektgesteuerte Automatic mit intermittierendem Antrieb und einstellbarer Stichzahl.
  • 5 Ziersticharten veränderlich durch Stichlage , Musterlänge und kombinieren.
  • Zickzackaggregat mit Bewegungskulisse, Stichlagen-Einrichtung links, Mitte, rechts.
  • Stichbreiten und Stichlängen fest miteinander kombiniert.
  • Knopfloch-Einrichtung (halbautomatisch) mit vor- und rückwärtsgesteuertem Transport.
  • 180° Umschaltkupplung des Schiebeexzenters (für Rückwärtsnähen und Knopflocheinrichtung).
  • Ober- und Üntertransporteinrichtung, Schubverhältnis 1:1, Obertransportfuß ausschaltbar.
  • Elektronisch gesteuerte Geschwindigkeitsregulierung durch Tyristor-Steuerung.
  • Hauptschalter für die Elektroeinrichtung.
  • Stopmatic-Einrichtung mit Rollenkupplung für Maschinenendstellung.
  • Transporteur-Versenkeinrichtung kombiniert mit Vibratoreinrichtung für die Stoffdrückerstange.
  • Antriebsübertragung von der Armwelle zur Greiferantriebswelle durch Antriebskette , Übersetzung 1:2.
  • Antriebsübertragung zwischen Motor und Armwelle durch Zahnformriemen, Gelenkfadenhebel.
  • Pendelnde Nadelstangenführung.
  • Querstehender doppeltumlaufender Greifer.
  • Nadelsystem 130/705 H
  • Leichtmetallgehäuse.
  • Pfaff 1222 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 10,20 kg.
  • Pfaff 1221 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 9,00 kg.
  • Pfaff 1212 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 9,50 kg.
  • Pfaff 1211 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 8,35 kg.
  • Stichlänge etwa 4 mm.
  • Stichbreite etwa 4,5 mm.
  • Sinterlager
  • Öl = BP Energol HLP 80

Durchgangsraum: 225 * 120 mm.

Grundplattenmaße: 421 x 178 mm.

Bodenplattenmaße bei Freiarmmaschinen: 421 x 178 mm.

Motor Type GE 270: 220 oder 11o V, 0-60 Hz, 40/80 W, 7000 ü/min ± 10 %

Motor Type GE 271: Zweibereich-Motor , 220 oder 110 V anschließbar, 0-60 Hz, 40/80 W, 7000 ü/min ± 10 %.

UKW- und Fernsehentstört .

Funkentstörgrad: FN.

Komplette Maschine Isolationsklasse 2 (Schutzisolation).

Motor einzeln Isolationsklasse 1.

Blendfreie Nähleuchte 15 W.

Lackierung hellgrau Nr. 6, oder weiß Nr. 5

Einstellmaße

  • Schlingenhub - 2,0 mm
  • Greiferabstand zur Nadel = 0,05 mm
  • Nadelstangenhöhe (Oberkante Nadelöhr - Unterkante Greiferspitze) < 0,5 nm beim linken 4 mm Zickzack-Stich
  • Abstand des Haltefingers zum Spulenkapselträger = 0,7 mm
  • Transporteurhöhe = 0,9 mm
  • Nähfußhöhe bei Obertransportmaschinen = 7, 5 mm
  • Nähfußhöhe ohne Obertransport = 6,5 mm
  • Arbeitshöhe des Obertransportfußes = 1,2 mm
  • Nachschub des Transporteurs = 0,6 mm - 0,7 mm
  • tiefste Arbeitsstellung des Stopffußes = 0 - 0,1 mm
  • max. Drehzahl der Maschine = 900 - 1000 U/min
  • Drehzahl der Stopmatic bei SEL-Steuerung 120-140 U/min
  • Drehzahl der Stopmatic bei Pfaff-Steuerung 120-160 U/mi n


Zickzack-Einrichtung

Ausbau des Automatic-Aggregates

Abb. 3

Hinweis:

Für alle Einstellarbeiten am Zickzack- und Knopfloch-Aggregat , muss das Automatic-Aggregat ausgebaut werden.

Ausbauanweisung zur Pfaff 1222, 1221, 1214 und 1213:

Den Armdeckel abnehmen und den Sicherungsring 3 Abb. 3 abziehen . Die Schraube 16 herausdrehen und den Einstellwinkel 15 vom Hebel abziehen. Die vier Befestigungsschrauben 24 der Automatic herausdrehen. Das voll ständige Aggregat herausnehmen.

Ausbauanweisung zur Pfaff 1212, 1211, 1197, 1196 und 1199:

Den Armdeckel abnehmen. Die Schraube 16 herausdrehen und den Einstellwinkel 15 vom Hebel abziehen. Die vier Befestigungsschrauben 24 der Automatic herausdrehen. Das vollständige Aggregat herausnehmen.

Einstellung der Schraubenräder zueinander und des Antriebshebels zur Armwelle

Abb. 5
Abb. 5a

Regel:

Das Schraubenradpaar 5 und 12, Abb. 4 muss fast spielfrei aneinander stehen . Die Rolle 6 des Antriebshebels 7 Abb. 5a soll zur Armwelle 1 einen Abstand von 0,1 mm haben und darf während ihrer Hin- und Herbewegung die Armwelle nicht berühren. Die Achse des Zickzack-Aggregate muss genau im Winkel von 90° zum Ständer der Maschine stehen.

Einstellung:

Die beiden Befestigungsschrauben 9 Abb. 5, geringfügig lösen. Das gesamte Zickzack-Aggregat 8 in der Höhe und nach der Seite so verschieben, dass der Zahnrad-Abstand und die Stellung des Antriebshebels 7 zur Armwelle stimmt. Die beiden Befestigungsschrauben 9 des Aggregates werden dann fest angezogen.

Kontrolle:

Den Abstand der Schraubenräder am Zickzack-Exzenter 11 erfühlen. Die Zähne müssen zueinander fast spielfrei sein. Der Antriebshebel muss ohne Hemmung arbeiten .

Einstellung des Drehgriffes

Abb. 6

Regel:

Bei der Stichlagen-Einstellung "Mitte" muss das mittlere Stichlagen-Symbol genau unter der Punktmarkierung des Universal-Einstellknopfes stehen und eingerastet haben.

Einstellung:

Die Stichlagen-Kurve 4, Abb. 6, am Drehgriff so einstellen, dass die Tastschraube 2 genau auf der kleinen Fläche für die mittlere Stichlage steht und der Rasthebel 6 in der Rastscheibe 5 eingerastet hat. Die an der rechten Seite der Kurven-Nabe sitzende Schraube 7 lösen und den Drehgriff so stellen, dass das mittlere Stichlagen-Symbol genau unterhalb der Punktmarkierung steht. Der Drehgriff muss hierbei ganz in den Universal-Einstellknopf eingeschoben sein. Die Schraube 7 sehr fest anziehen.

Kontrolle:

Den Drehgriff mehrmals durchschalten. Hierbei muss das mittlere Stichlagen-Symbol in der Raststellung für Stichlage "Mitte" immer genau unterhalb der Punktmarkierung stehen.

Hinweis 1.:

Bei der zweiten Ausführungsart hat die Achse 8 des Drehknopfes eine Fläche. Die Schraube 7 muss auf dieser Fläche befestigt werden.

Hinweis 2.:

Bei der dritten Ausführungsart hat die Achse 8 des Drehknopfes ein Gewindeloch. Die Schraube 7 muss zur Befestigung in dieses Gewindeloch hineingedreht und fest angezogen werden.

Grundeinstellung des Einstellexzenters im Nadelstangenpendel

Abb. 7
Abb. 7a

Regel:

In Grundstellung muss der Einstell-Exzenter mit seiner Exzentrizitä nach oben stehen . Abb. 7a.

Einstellung:

Den Universal-Einstellknopf auf den breitesten Zickzack-Stich stellen (Einstellbereich 8). Den Kopfdeckel nach Lösen der beiden Befestigungsschrauben abnehmen.

Die Befestigungsschraube 5, Abb. 7, im Nadelstangen-Pendel 1 lösen. Mit einem 5,5 mm Schlüssel den Einstell-Exzenter 5 so drehen, dass er mit seiner Exzentrizität nach oben steht . Den Exzenter weiter drehen, bis die Nadel im rechte n und linken Einstich den gleichen Abstand zum Stichplattenschlitz hat. Den Einstellexzenter mit der Schraube 3 so im Pendel befestigen , dass die Verbindungsstange ein geringes seitliches Spiel hat .

Hinweis :

Die zeitliche Einstellung der Nadelseitwärtsbewegung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen und braucht hier noch nicht zu stimmen.

Nadel-Nullstellung für Geradstich

Abb. 8
Abb. 8a

Regel:

Wenn der Üniversal-Einstellknopf im Einstellbereich von 0- 4 steht, muss die Maschine eine einwandfreie gerade Naht nähen.

Überprüfung:

Zur Überprüfung den Transporteur versenken. Den Universal-Einstell - knöpf auf den Einstellbereich von 0- 4 und den Drehgriff auf Stichläge "Mitte " stellen. Den Nähfuß anheben und eine neue Nadel System 130 einsetzen . Dann ein Stück dünnen Karton auf die Stichplatte legen und durch Herunterlassen des Nähfußes festhalten. Das Handrad vorsichtig nach vorn drehen, bis die Nadel den Karton soeben ansticht. Dann das Handrad rückwärts drehen, bis die Nadel den Karton wieder nur soeben ansticht . (Siehe Abb. 8) Sticht die Nadelspitze setzt nicht genau in die Mitte des Loches, so ist der Nullpunkt einzust eilen.

Nadelstangenseitwärtsbewegung des Zickzack-Aggregates (Überstichbewegung)

Abb. 9
Abb. 9a
Abb. 9b

Regel:

Beim Zicksacknähen soll die Nadelseitwärtsbewegung oberhalb der größtmöglichen Stoffstärke erfolgen. Die Nadelseitwärtsbewegung muss beginnen, wenn die Nadelspitze die Stichplatte verlässt . Die Nadelseitwärtsbewegung muss beendet sein, bevor die Nadel wieder in den Stoff einsticht (das sind etwa 7 mm oberhalb der Stichplatte) , siehe Abb. 9.

Überprüfung:

Den Universal-Einstellknopf auf den Einstellbereich 8 und den Drehgriff auf Stichlage "Mitte" stellen . Nun die Maschine am Handrad in ihrer normalen Drehrichtung drehen, bis die Nadel aus dem linken Einstich nach oben kommt und mit ihrer Spitze genau an der Oberkante der Stichplatte steht (siehe Abb. 9a) . Wenn man nun gleichzeitig mit dem linken Zeigefinger das Nadelstangen-Pendel und den Maschinenkopf berührt und dabei sehr langsam das Handrad weiterdreht , kann man den Beginn der Nadelseitwärtsbewegung genau kontrollieren.

Einstellung:

Stimmt die Einstellung nicht, dann müssen die beiden Schrauben 2 des Schraubenrades 5, Abb. 9b, gelöst werden. Das Handrad nun solange in seiner normalen Drehrichtung drehen, bis die Nadel von unten kommend mit ihrer Spitze an der Stichplatten-Oberkante steht (siehe Abb. 9a ). Das Handrad festhalte n und das Schraubenrad 3, Abb. 9 solange in Drehrichtung des Handrades drehen, bis die Nadel links steht und wieder beginnt , sich nach rechts zu bewegen. In dieser Stellung eine Schraube 2 leicht anziehen. Ist jedoch in dieser Stellung des oberen Schraubenrades keine Schraube sichtbar, dann sollte das obere Schraubenrad, ohne dass sich das untere mitdreht, nach rechts geschoben und außer Eingriff gebracht werden. Es soll dann nach geringem Verdrehen so wieder in Eingriff gebracht werden, dass eine Schraube sichtbar ist, wenn es am Steuerexzenter 5 anliegt . Beide Schrauben 2 müssen dann wieder fest angezogen werden.

Kontrolle:

Die Nadelseitwärtsbewegung ist wie im Abschnitt "Überprüfung" zu kontrollieren.

Einstellung der Stichlage

Abb. 10
Abb. 10a

Regel:

Bei Geradstich soll die Nadel bei Stichlage "links" oder "rechts" an derselben Stelle in die Stichplatte einstechen, wie beim breitesten Zickzackstich.

Überprüfung:

Den Universal-Einstellknopf auf den breitesten Zickzack-Stich im Einstellbereich 9 und den Drehgriff auf Stichlage "links" einrasten lassen. Die Nadelspitze durch Drehen des Handrades in die linke Einstichstellung an die Stichplatten-Oberkante stellen (siehe Abb.lO). Beim Drehen des Universal-Einstellknopfes im Einstellbereich 9 vom breitesten bis zum ganz schmalen Zickzackstich, soll die Nadel keine wahrnehmbare seitliche Bewegung ausführen.

Einstellung: Ist eine Bewegung der Nadel sichtbar , dann muss die Stellung des Stichlagenhebels 1, Abb.10a, durch die Tastschraube 2 neu eingestellt werden Die Tastschraube 2 ist etwa 3 Umdrehungen herauszudrehen. Die Bremsmutter 3 darf hierzu nicht gelöst werden. Den Universal-Einstellknopf im Einstellbereich 9 vom schmalen bis zum breitesten Zickzackstich hinund herdrehen. Gleichzeitig die Tastschraube 2 langsam im Uhrzeigersinn hineindrehen, bis die Nadel keine seitliche Bewegung mehr ausführt. Die Tastschraube wird von der Bremsmutter in dieser Stellung gehalten.

Kontrolle:

Nach Beendigung der Einstellung ist eine genaue Kontrolle der Nadelruhe in der linken Stichlage durchzuführen. (Siehe Überprüfung.)

Einstellung des Zickzack-Nadeleinstiches zum Stichplattenschlitz

Abb. 11
Abb. 11a

Regel:

Bei Stichlage "Mitte " müssen die breitesten Zickzackstiche zu der rechten und linken Stichplattenschlitzkante den gleichen Abstand haben (siehe Abb. 11)

Überprüfung:

Den Universal-Einstellknopf auf den Einstellbereich 8 und den Drehgriff auf Stichlage "Mitte " stellen. Beim Drehen des Handrades kann nun durch eine Sichtkontrolle ermittelt werden, ob beide Abstände stimmen.

Einstellung:

Den Kopfdeckel nach Lösen seiner beiden Schrauben abnehmen. Eine neue Nadel, System 130, Stärke 80, einsetzen. Die Befestigungsschraube 3 im Nadelstangen-Pendel 1, Abb. 11a, lösen. Mit einem 5,5 mm Schraubenschlüssel den Einstell-Exzenter 5 so drehen, dass die Nadel beim linken und rechten Zickzack-Einstich genau den gleichen Abstand zu den Stichplatten-Schlitzkanten hat . Der Einstellexzenter ist nach seiner Einstellung so im Pendel zu befestigen, dass die Verbindungsstange 2 ein geringes seitliches Spiel hat.

Kontrolle:

Das seitliche Spiel der Verbindungsstange und die Abstände der Nadel zu den Stichlochkanten beim größten Zickzack-Stich kontrollieren.

Knopfloch-Einrichtung

Arbeitsweise der Knopflochschaltung

Grundstellung des Anschlages für den Knopflochhebel

Stellung der Antriebsschaltklinke zum Schaltrad

Zeitliche Einstellung der Bewegung der Antriebsschaltklinke

Feineinstellung des Anschlages für den Knopflochhebel

Einstellung der Vor- und Rückwärtsstich-Umschaltung der Knopfloch-Einrichtung

Transport-Einrichtung

Einstellung des Transporteurs in seitlicher Richtung

Parallelstellung des Transporteurs zur Stichplatte

Parallelstellung des Transporteurs zur Stichplatte (neue Ausführung)

Transporteurhöhe

Einstellung des Kupplungsstückes für den Schiebeexzenter

Axialeinstellung des Schiebeexzenters

Axialeinstellung des Gelenkstichstellers

Nullpunkteinstellung des Stichlängen-Stichstellers

Zeitliche Einstellung der Schiebebewegung des Ober- und Untertransportes

Einstellung der Transporteur-Versenkeinrichtung

Stoffdrückerstangen-Höhe

Neue Stoffdrückerstangenhöhe für Maschinen mit Obertransport ab Maschinen Nr . 29 311 283

Einstellung des Nähfußdruckes

Seitliche Stellung des Obertransportfußes zum Nähfuß

Einstellung des Obertransportfußes in Nährichtung

Einstellung der Höhe des Obertransportfußes

Einstellung der Höhe des Obertransportfußes ab Maschinen Nr . 29 311 283

Vibratoreinstellung

Einstellung der Vor- und Rückwärtsstich-Umschaltung der Knopfloch-Einrichtung

Stichbildungswerkzeug

Stellung der Nadel in Nährichtung zum Stichlochschlitz

Grundstellung des Greiferlagers

Schlingenhubeinstellung des Greifers

Einstellung der Nadelstangenhöhe

Einstellung des Greiferabstandes zur Nadel

Einstellung des Spulenkapselhalters

Automatic-Einrichtung

Funktionsbeschreibung

Einbau der Automatic

Direktgesteuerte Automatic-Einrichtung

Einstellung des Abstandes zwischen dem Schneckenrad und der Schnecke

Dichtstellen der Tasthebel zum Kurvenscheibenblock

Nadelstangenseitwärtsbewegung der direktgesteuerten Automatic (Überstichbewegung)

Einstellung der Nutzstiche zum Stichplattenschlitz

Einstellung der Vor- und Rückwärtsstichlänge beim Hohlsaumstich

Indirektgesteuerte Automatic-Einrichtung

Dichtstellen der Tasthebel zum Kurvenscheibenblock

Einstellung des Nullpunktes für die Musterlänge

Dichtstellen des Tasthebels für den Festonbogen

Elektro-Einrichtung

Beschreibung der Einrichtung

Einstellung der maximalen Drehzahl und der Drehzahl für die Stopmatic

Einstellung der maximalen Drehzahlen für Maschine und Stopmatic beim Zweibereich-Motor (110 V und 220 V)

Ausführungsarten bei Maschinen mit elektronischer Steuerung

Austausch des Potentiometers im Fußanlasser

Prüfanleitung und Fehlersuche in der elektrischen Anlage

Einstellung der Spannung des Zahnriemens

Einnähen der Maschine

Einstellung des Spulers

Funktion des Einfädlers

Einstellung des Kurvenstückes

Einstellung des Einfädlerkopfes

Fadenspannung

Einstellung der Unterfadenspannung

Einstellung der Oberfadenspannung

Einstellung des Auslöseweges der Oberfadenspannung

Einstellung des Fadenanzugsfederweges

Einstellung der Vor - und Rückwärtsstichlänge beim Hohlsaumstich

Einstellung des Haushalt-Overlockstiches

Einstellung der Vor- und Rückwärtsstichlänge beim Dreifachstich

Anfertigung des Näh- und Kontrollmusters

Arbeiten an der Maschine

Motor- und Kohlebürstenaustausch

Austausch der Druckfeder in der Handradauslösung

Austausch des Steuerscheibenblockes