Triangelsystem, Holzdropper und Fallschirm: Unterschied zwischen den Versionen

Aus DraWi
Zur Navigation springen Zur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: Bauplan befand sich in Hoch Hinaus 1998-4 Ein Dropper ist eine Vorrichtung, um Spring- tiere mit Fallschirm von einer Drachenleine abzuwerfen. Er ist eigentlich ...)
 
(neue Kategorie hinzugefügt)
 
(20 dazwischenliegende Versionen von 3 Benutzern werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
{{Vorlage:Bauplannutzung}}
Bauplan befand sich in [[Hoch Hinaus 1998-4]]
Bauplan befand sich in [[Hoch Hinaus 1998-4]]




Ein Dropper ist eine Vorrichtung, um Spring-
<onlyinclude>[[Bild:HoHi 1998-4 Springtier 1.jpg|thumb]]
tiere mit Fallschirm von einer Drachenleine  
Ein Dropper ist eine Vorrichtung, um Springtiere mit Fallschirm von einer Drachenleine abzuwerfen. Er ist eigentlich eine [[Drachenfähre]] ohne Segel und wird u.a mit dem Triangelsystem eingesetzt, welches ich als erstes erkläre.  
abzuwerfen. Er ist eigentlich eine Drachen-
fähre ohne Segel und wird u.a mi t dem Tri-
angelsystem eingesetzt , welches ich als er-
stes erkläre.  


==Das Triangelsystem==
==Das Triangelsystem==
Das Triangelsystem besteh t au s einem  
[[Bild:HoHi 1998-4 Springtier 2.jpg|thumb]]
Schnurring, 3 Seilrollen und einem Dropper.  
Das Triangelsystem besteht aus einem Schnurring, 3 Seilrollen und einem Dropper. Zwei Bodenanker werden ca. 15 m auseinander senkrecht zum Wind in den Boden geschraubt und je eine Seilrolle aus dem Segelbedarf wird angeknotet. An den Beginn der Drachenwaage wird eine dritte Seilrolle befestigt. Eine 100 m lange Drachenschnur wird durch alle 3 Rollen gezogen und die beiden Enden werden aneinander befestigt. </onlyinclude>
Zwei Bodenanker werden ca. 15 m ausein-
 
ander senkrecht zum Wind in den Boden ge -
Dann wird der Drachen gestartet. Jetzt hat man anstatt der üblichen Leine ein Leinendreieck, wobei 2 Ecken am Boden sind und die  
schraubt und je eine Seilrolle aus dem Se-
dritte sich am Drachen befindet. Durch die Seilrollen ist es möglich, den Schnurkreis zu "drehen". Jetzt knotet man einen Dropper fest an der Stelle in Leine, wo die beiden Leinenenden aneinander befestigt sind.
gelbedar f wird angeknotet . An den Beginn  
 
der Drachenwaage wird eine dritte Seilrolle  
Wenn man jetzt den Schnurkreis dreht, steigt der Dropper nach oben zur Seilrolle am Drachen. Dort ist an der Seilrolle ein Stopper befestigt, und wenn der Schieber des Droppers an den Stopper trifft, löst der Auslöser aus und das eingehängte Springtier fällt zu Boden. Dann wird der Schnurkreis in die andere Richtung gedreht und der Dropper kommt zurück.  
befestigt . Eine 100 m lange Drachenschnur  
wird durch alle 3 Rollen gezogen und die bei -
den Enden werden aneinander befestigt .  
Dann wird der Drachen gestartet . Jetzt hat  
ma n anstat t der üblichen Leine ein Leinen-
dreick, wobei 2 Ecken am Boden sind und die  
dritte sich am Drachen befindet . Durch die  
Seilrollen ist es möglich, den Schnurkreis zu  
„drehen". Jetzt knotet ma n einen Dropper  
fest an der Stelle in Leine, wo die beiden Lei-
nenenden aneinander befestigt sind.  


Wenn man jetzt den Schnurkreis dreht , steigt
Für das Triangelsystem benötigt man außer der Schnur, die nicht zu dünn sein sollte, da sonst die Gefahr besteht, dass sie zwischen
der Dropper nach oben zur Seilrolle am Dra-
Rolle und Halterung rutscht, 2 normale Seilrollen, eine Seilrolle mit einem Stopper und einen Dropper.  
chen. Dort ist an der Seilrolle ein Stopper
befestigt, und wenn der Schieber des Drop-
pers an den Stopper trifft, löst der Auslöser
aus und das eingehängte Springtier fällt zu
Boden. Dann wird der Schnurkreis in die an-
der e Richtung gedreh t und de r Dropper  
kommt zurück.  


Für das Triangelsystem benötigt man außer
Man muss natürlich den Drachen nicht direkt an die obere Seilrolle befestigen, sondern kann auch 50 m "normale" Leine zwischen Seilrolle und Drachen knoten, damit die obere Seilrolle ruhiger ist und nicht soviel hin und her schwankt (in der Skizze ist der Drachen auch nicht direkt an der Rolle befestigt).
der Schnur, die nicht zu dünn sein sollte, da
sonst die Gefahr besteht , daß sie zwischen  
Rolle und Halterung rutscht , 2 normale Seil-
rollen, eine Seilrolle mit einem Stopper und  
einen Dropper.  


Man mu ß natürlich den Drachen nicht direkt
Zunächst wird jetzt der Bau meines "Lieblingsdroppers" beschrieben.  
an die ober e Seilrolle befestigen, sondern
kann auch 50 m „normale" Leine zwischen
Seilrolle und Drachen knoten, dami t die obere
Seilrolle ruhiger ist und nicht soviel hin und
her schwankt (in der Skizze ist der Drachen
auch nicht direkt an der Rolle befestigt).
Zunächst wird jetzt der Bau meines „Lieb-
lingsdroppers" beschrieben.  


==Der Holzdropper ==
==Der Holzdropper ==
[[Bild:HoHi 1998-4 Springtier 3.jpg|thumb]]
===Material===
===Material===
Sperrholz: ca. 30x40 cm, 5 mm dick  
* Sperrholz: ca. 30x40 cm, 5 mm dick  
2 Schrauben: ca. 20 mm, M4 4 Muttern: M4  
* 2 Schrauben: ca. 20 mm, M4
(oder 2 selbstsichernde Muttern) Schnurreste  
* 4 Muttern: M4 (oder 2 selbstsichernde Muttern)
Stahldraht: 2-3mm, ca. 25 cm, zu bekommen  
* Schnurreste  
im Modellbaufachgeschäf t 2 Cross-Lock-
* Stahldraht: 2-3mm, ca. 25 cm, zu bekommen im Modellbaufachgeschäft
Clips (50kg) oder andere Karabiner wasser -
* 2 Cross-Lock-Clips (50kg) oder andere Karabiner
fester Holzleim Anti-Rost Farbe (wasserfester  
* wasserfester Holzleim
Holzlack).
* Anti-Rost Farbe (wasserfester Holzlack).


Nach der Skizze werden 2 Hauptteile, 1 Mit-
Nach der Skizze werden 2 Hauptteile, 1 Mittelstück, 1 Auslöser, 1 Schieber und eine Verstärkung aus dem Sperrholz ausgeschnitten. Sowohl Löcher als auch die Ausschnitte werden noch nicht gefertigt, nur auf den Hauptteilen werden die Stellen markiert! Jetzt leimt nach der Skizze ein Hauptteil, das Mittelstück und das zweite Hauptteil auf die andere Seite des Mittelstücks (Oberkanten bündig, Unterkanten nicht).  
telstück, 1 Auslöser, 1 Schieber und eine Ver-
stärkung aus dem Sperrholz ausgeschnitten.  
Sowohl Löcher als auch die Ausschnitte wer -
den noch nicht gefertigt, nur auf den Haupt -
teilen werden die Stellen markiert! Jetzt leimt  
nach der Skizze ein Hauptteil , das Mittelstück  
und das zweite Haupttei l auf die andere Sei-
te des Mittelstücks (Oberkanten bündig, Un-
terkanten nicht).  


Wenn der Leim getrocknet ist, sägt und bohr t
Wenn der Leim getrocknet ist, sägt und bohrt man die Ausschnitte in das Stück. Danach wird der Auslöser und der Schieber in das Stück gesteckt und, falls sie klemmen, werden sie etwas dünner geschliffen. Wenn sie locker hereinpassen werden sie passend nach der unteren Skizze eingeschoben und die beiden Löcher gebohrt (einmal durch die beiden Hauptteile und durch den Auslöser, einmal durch die beiden Hauptteile und den Schieber).  
man die Ausschnitte in das Stück. Danach  
wird der Auslöser und der Schieber in das  
Stück gesteckt und, falls sie klemmen, wer -
den sie etwas dünne r geschliffen. Wenn sie  
locker hereinpassen werden sie passend nach  
der unteren Skizze eingeschoben und die  
beiden Löcher gebohr t (einmal durch die  
beiden Hauptteile und durch den Auslöser,  
einmal durch die beiden Hauptteile und den  
Schieber).  


Jetzt schiebt ma n die beiden Schraube n
Jetzt schiebt man die beiden Schrauben durch die beiden Löcher und sichert sie entweder mit jeweils zwei gekonterten Muttern oder mit je einer selbstsichernden Mutter. Die Schraube am Schieber wird relativ stramm gezogen, so dass der Schieber stramm sitzt und das er sich nicht "zufällig" von selbst öffnet. Die Schraube am Auslöser wird nicht stark angezogen, so dass der Auslöser leichtgängig bleibt.  
durch die beiden Löcher und sichert sie ent -
weder mit jeweils zwei gekonterten Muttern  
oder mit je einer selbstsichernden Mutter. Die  
Schraube am Schieber wird relativ stramm  
gezogen, so daß der Schieber stramm sitzt  
und das er sich nicht „zufällig" von selbst öff-
net . Die Schraube am Auslöser wird nicht  
stark angezogen, so daß der Auslöser leicht-
gängig bleibt.  


Jetzt wird auf den Schieber die Verstärkung  
Jetzt wird auf den Schieber die Verstärkung geleimt. Wenn der Leim getrocknet ist wird der Schieber in einen Bohrständer gespannt, so dass man das senkrechte Loch für den Stahldraht nach der Skizze bohren kann. Der Bohrer hat einen um 0,5 mm geringeren Durchmesser als der Stahldraht.  
geleimt . Wenn der Leim getrocknet ist wird  
der Schieber in einen Bohrständer gespannt ,  
so daß ma n das senkrecht e Loch für den  
Stahldraht nach der Skizze bohren kann. Der  
Bohrer hat einen um 0,5 mm geringeren  
Durchmesser als der Stahldraht .  


Jetzt fertigt man den Stahldraht , der dazu da  
Jetzt fertigt man den Stahldraht , der dazu da ist, die Schnur am Schieber oder den Schieber an der Schnur zu halten. Dafür schiebt man den Stahldraht in das gerade gebohrte Loch und biegt ihn ca. 5 cm höher um 180° um, so dass er parallel zum Schieber verläuft. Dann wird der umgebogene Abschnitt etwas nach vorne gebogen und vor dem Schieber um 90  geknickt und nach ca. 3-4 cm abgesägt.  
ist, die Schnur am Schieber oder den Schieber  
an der Schnur zu halten. Dafür schiebt man den  
Stahldraht in das gerade gebohrte Loch und  
biegt ihn ca. 5 cm höher um 180° um, so daß er  
parallel zum Schieber verläuft. Dann wird der  
umgebogene Abschnitt etwas nach vorne ge-
bogen und vor dem Schieber um 90  geknickt  
und nach ca. 3-4 cm abgesägt .  


Dieses letzte kurze Stück vor dem Schieber  
Dieses letzte kurze Stück vor dem Schieber entlang verhindert, dass sie Schnur von der Nähe des Schiebers "weghüpfen" kann. Wenn der Draht passend sitzt, zieht man ihn wieder heraus und lackiert ihn mit Anti-Rost-Farbe. Danach wird er wieder in das Loch hereingesteckt. Eine weitere Befestigung ist nicht nötig.  
entlang verhindert , daß sie Schnur von der  
Nähe des Schiebers „weghüpfen" kann. Wenn  
der Draht passend sitzt, zieht ma n ihn wie-
der heraus und lackiert ihn mit Anti-Rost Far-
be. Danach wird er wieder in das Loch her -
eingesteckt . Eine weiter e Befestigung ist  
nicht nötig.  


Jetz t bohr t ma n die Löcher für die Clips  
Jetzt bohrt man die Löcher für die Clips (Durchmesser 3 mm) und knotet die Clips möglichst eng mit einem sicheren Knoten an. Jetzt wird der ganze Dropper ein bisschen geschliffen und eventuell zum Lackieren wieder auseinander genommen, das ist nicht unbedingt nötig.  
(Durchmesser 3 mm) und knotet die Clips  
möglichst eng mit einem sicheren Knoten an.  
Jetzt wird der ganze Dropper ein biss-chen
geschliffen und eventuel l zum Lackieren wie-
de r auseinande r genommen , das ist nicht  
unbedingt nötig.  


==Springtier abwerfen==
==Springtier abwerfen==
Dazu wird der Ring im Haltegur t des Spring-
Dazu wird der Ring im Haltegurt des Springtieres über den Auslöser in eine der Ausschnitte geschoben und der Auslöser mit dem Schieber gesichert. Die Röhrenschnur der über den Fallschirm gezogenen Röhre wird in einen der Clips eingehakt. Dann wird der Dropper in die Schnur gehängt und die Schnur hochgezogen.  
tieres über den Auslöser in eine der Aus -
schnitte geschoben und der Auslöser mit dem  
Schieber gesichert . Die Röhrenschnur der  
über den Fallschirm gezogenen Röhre wird  
in einen der Clips eingehakt . Dann wird der  
Droppe r in die Schnu r gehäng t und die  
Schnur hochgezogen.  


Oben trifft der Schieber auf den Stopper an  
Oben trifft der Schieber auf den Stopper an der Seilrolle und wird nach hinten geschoben, wodurch sich der Auslöser löst. Der Ring rutscht vom Haltegurt, die Röhrenschnur zieht die Sicherheitsnadel von der Schlaufe und die Röhre entfaltet den Fallschirm, woraufhin das Springtier zu Boden gleitet wenn - ja wenn die Nadel vorher geöffnet wurde!  
der Seilrolle und wird nach hinten gescho-
ben, wodurch sich der Auslöser löst. Der Ring  
rutscht vom Haltegurt , die Röhrenschnur  
zieht die Sicherheitsnadel von der Schlaufe  
und die Röhre entfaltet den Fallschirm, wor-
aufhin das Springtier zu Boden gleitet wen n
-j a wenn die Nadel vorher geöffnet wurde!  
Jetz t ist noch darauf zu achten, da ß da s
Springtier nicht senkrecht herunter gleitet,
sondern vom Wind abgetrieben wird. Wenn
ma n den ersten Test bei über 20-30 km/h
macht , sollte man zur Sicherhei t das Spring-
tier mi t einer zweiten Schnur vom Boden aus
anleinen. Alles weitere kommt von selbst .
Eigentlich würde ja ein Ausschnit t im Drop-
per reichen, doch hat man mit mehreren Tie-
ren die Chance, auch einmal mehrere Spring-
tiere gleichzeitig abzuwerfen.


Die untere n Seilrollen  
Jetzt ist noch darauf zu achten, dass das Springtier nicht senkrecht herunter gleitet, sondern vom Wind abgetrieben wird. Wenn man den ersten Test bei über 20 - 30 km/h macht, sollte man zur Sicherheit das Springtier mit einer zweiten Schnur vom Boden aus anleinen. Alles weitere kommt von selbst. Eigentlich würde ja ein Ausschnitt im Dropper reichen, doch hat man mit mehreren Tieren die Chance, auch einmal mehrere Springtiere gleichzeitig abzuwerfen.
Material: 2 Seilrollen Reste stabiler Schnur  
 
An die beiden unteren Seilrollen mu ß nur  
===Die unteren Seilrollen===
jeweils eine Schnur angeknotet werden, die  
====Material====
eine Befestigung am Bodenanker erlaubt .  
* 2 Seilrollen  
Wer die Seilrollen am Strand benutzt , mu ß
* Reste stabiler Schnur  
aufpassen, daß sie nicht versanden oder ein  
An die beiden unteren Seilrollen muss nur jeweils eine Schnur angeknotet werden, die eine Befestigung am Bodenanker erlaubt. Wer die Seilrollen am Strand benutzt, muss aufpassen, dass sie nicht versanden oder ein bisschen Öl oder Gleitspray bereit halten, um  
bißchen Öl oder Gleitspray berei t halten, um  
evtl. klemmen schnell beheben zu können.  
evtl. klemmen schnell beheben zu können.  
Die ober e Seilrolle
Material: 1 Seilrolle Stahldraht , 2-3 mm, ca.
40-50cm Reste stabiler Schnur
An die obere Seilrolle mu ß ein Stopper an-
gebracht werden, an dem der Schieber des
Droppers eingedrückt wird. Das kann, je nach
Seilrolle, zu einem Problem werden. Da die
Seilrollen unterschiedlich gebau t werde n
stelle ich hier zwei Lösungen kurz dar:
Wenn sich an der Seilrollenhalterung eine
größere Fläche lötbares Metall befindet, kann
man den Draht dort anlöten, indem man die
Fläche und den Draht mit Lötzinn vorver -
zinnt, den Draht auf die Fläche preßt und kurz
erhitzt, so daß das Lötzinn der beiden Teile
verschmilzt . Dann wird der Draht nach der
Skizze passend gebogen.


Die zweite Möglichkeit benötigt eine Halte-
===Die obere Seilrolle ===
rung, die etwas Platz zwischen Rolle und Hal-
====Material====
terungsend e hat . Dort werden dann zwei  
* 1 Seilrolle
Löcher gebohr t und der Draht passend ge -
* Stahldraht , 2-3 mm, ca. 40-50cm
bogen, daß man ihn durch die Löcher stek-
* Reste stabiler Schnur
ken kann. Dann wird er wieder umgebogen  
An die obere Seilrolle muss ein Stopper angebracht werden, an dem der Schieber des Droppers eingedrückt wird. Das kann, je nach Seilrolle, zu einem Problem werden. Da die Seilrollen unterschiedlich gebaut werden stelle ich hier zwei Lösungen kurz dar:
und ist an den Löchern festgeklemmt . Dann  
 
wird wieder der eigentliche Stopper nach der  
Wenn sich an der Seilrollenhalterung eine größere Fläche lötbares Metall befindet, kann man den Draht dort anlöten, indem man die Fläche und den Draht mit Lötzinn vorverzinnt, den Draht auf die Fläche presst und kurz erhitzt, so dass das Lötzinn der beiden Teile verschmilzt. Dann wird der Draht nach der Skizze passend gebogen.
Skizze gebogen. Wichtig ist eigentlich nur,  
 
daß ein Stopper ungefähr nach der Skizze ge -
Die zweite Möglichkeit benötigt eine Halterung, die etwas Platz zwischen Rolle und Halterungsende hat. Dort werden dann zwei Löcher gebohrt und der Draht passend gebogen, dass man ihn durch die Löcher stecken kann. Dann wird er wieder umgebogen und ist an den Löchern festgeklemmt. Dann wird wieder der eigentliche Stopper nach der Skizze gebogen. Wichtig ist eigentlich nur, dass ein Stopper ungefähr nach der Skizze gebogen, fest an der oberen Seilrolle befestigt wird.
bogen, fest an der oberen Seilrolle befestigt  
 
wird.  
Das Triangelsystem mit dem Holzdropper ist aber nur eine von vielen Methoden, um Springtiere abzuwerfen. Natürlich sind auch gute Drachenfähren oder andere Methoden wie z.B. die Seilbahn von Ralf Beutnagel genauso gut möglich.
 
==Rundkappen-Fallschirm==
mit Rucksack und Packanleitung für Springtiere mit ca. 500g. Dieser Fallschirm besteht aus 12 gleichen Panelen, die aneinandergenäht eine Halbkugel ergeben. Diese Fallschirmform ist die "traditionelle", bekannte Version.
 
===Material===
* Spinnaker: ca. 4-5 qm.<br />Oft wird in englischen Plänen sogenanntes "unproofed" oder "uncoated" Spinnaker empfohlen, damit der Fallschirm weicher wird und sich besser öffnet, aber auch mit dem üblichen [[Carrington]] habe ich keine Probleme gehabt.
* Dacronschnur 10 - 50 kg, 12 x 200 cm falls gewünscht
* Saumband für die Unterkante (Länge: ca. 500 cm)
* Schlaufenmaterial : Nahtband, dünnes Gurtband, dicke Schnur oder Dacronstreifen, 12x10cm Nähgarn Pappe oder ähnliches für eine Schablone
 
Es wird begonnen, indem man ein geeignetes Springtier, in diesem Fall eines mit einem Gewicht von ca. 500 g sucht. Soll das Springtier ein Sturmtier werden, kann es auch ein bisschen mehr wiegen, damit es vom Wind nicht so weit abgetrieben wird. Vor dem Stoffeinkauf überlegt man sich, welche Farben der Fallschirm haben soll. Bei 12 Panelen kann man ihn 2-, 3- , 4-, 6- oder 12-farbig machen. Hier sollte man beachten, dass der Verschnitt mit der Farbanzahl ansteigt! Dann fertigt man anhand der Maße aus der Tabelle eine Schablone für ein Panel an. Dafür zeichnet man auf die Pappe ein Koordinatensystem, bei der die x-Achse 125,7 cm lang ist und die y-Achse sowohl in den positiven als auch in den negativen Bereich eine Länge von 20,9 cm hat . Dann werden die Werte aus der Tabelle (s. unten) eingetragen und man erhält die Schablone für ein Panel, das natürlich ohne Nahtzugabe ist! Nach dieser Schablone schneidet man dann 12 Panele aus.  


Das Triangelsystem mit dem Holzdropper ist
Beim Nähen beginne ich mit der Panelspitze (andere beginnen mit der Ecke Unterkante/ Seitenkante). Man legt einfach 2 Panele aufeinander und näht je eine Seitenkante aneinander. Dann ein neues Panel auf eines der zwei aneinandergenähten Panele legen und an die andere Seite annähen (achte darauf dass die Naht auf die richtige Seite kommt!). So weitermachen, bis alle Panele vernäht sind. Dann die noch freie Seitenkante des ersten Panels an die freie Seitenkante des letzten Panels nähen, so dass die Panele zu einer geschlossenen Halbkugel werden.  
aber nur eine von vielen Methoden, um
Springtiere abzuwerfen. Natürlich sind auch
gute Drachenfähren oder andere Methoden
wie z.B. die Seilbahn von Ralf Beutnagel ge -
nauso gut möglich.  


Rundkappen-Fallschirm mi t Rucksack und
Wer es als nötig empfindet, kann die Nähte jetzt säumen oder "ketteln". Als unbedingt wichtig halte ich es aber nicht. Falls die einzelnen Panele ungleichmäßig an der Unterkante enden schneidet man jetzt die überstehenden Panelkanten ab, so dass eine gerade, gleichförmige Unterkante entsteht. Diese wird dann entweder gesäumt oder mit Saumband eingefasst .  
Packanleitung für Springtiere mit ca. 500g
Dieser Fallschirm besteht aus 12 gleichen
Panelen, die aneinandergenäht eine Halbku-
gel ergeben. Diese Fallschirmform ist die  
„traditionelle", bekannte Version.  
Material :
Spinnaker: ca. 4-5 qm . Oft wird in englischen
Plänen sogenannte s „unproofed" oder „un-
coated" Spinnaker empfohlen, dami t der Fall-
schirm weicher wird und sich besser öffnet,
aber auch mit dem üblichen Carrington habe
ich keine Probleme gehabt . Dacronschnur 10-
50kg, 12x200cm falls gewünscht , Saumband  
für die Unterkant e (Länge: ca. 50 0 cm)
Schlaufenmaterial : Nahtband, dünne s Gurt -
band, dicke Schnur oder Dacronstreifen,
12x10cm Nähgarn Pappe oder ähnliches für
eine Schablone


Es wird begonnen, indem ma n ein geeigne-
Jetzt wird in der Mitte, wo sich alle Panele treffen, ein Loch (Durchmesser ca. 5 cm) heiß ausgeschnitten. Mit mehreren Nähten wird
tes Springtier, in diesem Fall eines mi t einem
das Loch vor dem Einreißen gesichert. Jetzt wird je ein Stück Schlaufenband an die Stelle der Unterkante zu einer Schlaufe eingenäht, wo sich zwei Panele treffen. An jede dieser Schlaufen wird eine der Dacronschnüre angeknotet . Hiermit hat man einen fertigen Fallschirm mit einem Durchmesser von 160 cm und 12 Panelen für Springtiere mit einem Gewicht von ca. 500 g.  
Gewicht von ca. 500 g sucht . Soll das Spring-
tier ein Sturmtier werden, kann es auch ein
bißchen mehr wiegen, dami t es vom Wind
nicht so wei t abgetrieben wird. Vor dem  
Stoffeinkauf überlegt ma n sich, welche Far-
ben der Fallschirm haben soll. Bei 12 Pan-
elen kann man ihn 2-, 3- , 4-, 6- oder 12-far-
big machen. Hier sollte ma n beachten, daß
der Verschnitt mit der Farbanzahl ansteigt !
Dann fertigt ma n anhand der Maße aus der
Tabelle eine Schablone für ein Panel an. Da-
für zeichnet ma n auf die Pappe ein Koordi-
natensystem, bei der die x-Achse 125,7 cm
lang ist und die y-Achse sowohl in den posi-
tiven als auch in den negativen Bereich eine  
Länge von 20,9 cm hat . Dann werden die
Werte aus der Tabelle (s. unten) eingetragen
und man erhäl t die Schablone für ein Panel,
das natürlich ohne Nahtzugabe ist! Nach die-
ser Schablone schneidet ma n dann 12 Pane-
le aus.  


Beim Nähen beginne ich mi t der Panelspitze
[[Bild:HoHi 1998-4 Springtier 5.jpg|thumb]]
(andere beginnen mit der Ecke Unterkante/
Die Tabelle der Schablonenkoordinaten für einen Fallschirm mit 12 Panelen und 160 cm Durchmesser:
Seitenkante) . Man legt einfach 2 Panele auf-
einander und näht je eine Seitenkante anein-
ander . Dann ein neues Panel auf eines der  
zwei aneinandergenähten Panele legen und  
an die andere Seite annähen (achte darauf
daß die Naht auf die richtige Seite kommt!).
So weitermachen, bis alle Panele vernäh t
sind. Dann die noch freie Seitenkante des
ersten Panels an die freie Seitenkante des
letzten Panels nähen, so daß die Panele zu
einer geschlossenen Halbkugel werden.
Wer es als nötig empfindet , kann die Nähte
jetzt säumen oder „ketteln". Als unbedingt
wichtig halte ich es aber nicht . Falls die ein-
zelnen Panele ungleichmäßig an der Unter -
kante enden schneidet man jetzt die über -
stehenden Panelkanten ab, so daß eine ge-
rade, gleichförmige Unterkante entsteht . Die-
se wird dann entwede r gesäumt oder mi t
Saumband eingefaßt .


Jetzt wird in der Mitte, wo sich alle Panele
{|
treffen, ein Loch (Durchmesser ca. 5 cm) heiß
| x =  0,0 cm || y = 20,9 cm
ausgeschnitten. Mit mehreren Nähten wird
|-
das Loch vor dem Einreißen gesichert . Jetzt
| x =  10,0 cm || y = 20,8 cm
wird je ein Stück Schlaufenband an die Stel-
|-
le der Unterkante zu einer Schlaufe angenäht ,  
| x =  20,0 cm || y = 20,3 cm
wo sich zwei Panele treffen. An jede dieser
|-
Schlaufen wird eine der Dacronschnüre an-
| x =  30,0 cm || y =19, 5 cm  
geknotet . Hiermi t hat ma n einen fertigen
|-
Fallschirm mit einem Durchmesser von 160
| x =  40,0 cm || y = 18,4 cm
cm und 12 Panelen für Springtiere mit einem
|-
Gewicht von ca. 500 g.
| x =  50,0 cm || y = 17,0 cm
|-
| x =  60,0 cm || y = 15,3 cm
|-
| x =  70,0 cm || y = 13,4 cm
|-
| x =  80,0 cm || y = 11,3 cm
|-
| x =  90,0 cm || y = 9,0 cm
|-
| x =  100,0 cm || y = 6,6 cm
|-
| x —  110,0 cm || y = 4,1 cm
|-
| x =  120,0 cm || y = 1,5 cm
|-
| x =  125,7 cm || y = 0,0 cm  
|}


Die Tabelle der Schablonenkoordinaten für
Wer  ein Springtier mit einem anderen Ge wicht mit einem Fallschirm ausrüsten will, kann mir einen Brief mit Rückporto schicken, in dem steht , wieviel das Springtier wiegt und wieviele Panele (12 ist nicht Zwang!) der Fallschirm bekommen soll. Er bekommt dann die Fallschirmkoordinaten zurück.
einen Fallschirm mit 12 Panelen und 160 cm
Durchmesser :
X =  0,0 cm  y = 20,9 cm
X =  10,0 cm  y = 20,8 cm
X =  20,0 cm  y = 20,3 cm
X =  30,0 cm  y =19, 5 cm
X =  40,0 cm  y = 18,4 cm
X =  50,0 cm  y = 17,0 cm
X =  60,0 cm  y = 15,3 cm
X =  70,0 cm  y = 13,4 cm
X =  80,0 cm  y = 11,3 cm
X =  90,0 cm  y = 9,0 cm
X =  100,0 cm  y = 6,6 cm
X —  110,0 cm  y = 4,1 cm
X =  120,0 cm  y = 1,5 cm
X =  125,7 cm  y = 0,0 cm
Wer  ein Springtier mit einem anderen Ge  
wicht mit einem Fallschirm ausrüsten will,  
kann mi r einen Brief mi t Rückporto schicken,  
in dem steht , wieviel das Springtier wiegt und  
wieviele Panele (12 ist nicht Zwang!) der Fall-
schirm bekommen soll. Er bekommt dann die  
Fallschirmkoordinaten zurück.  


==Springtierrucksack ==
==Springtierrucksack ==
Diese Rucksackversion ist nur eine von vie-
[[Bild:HoHi 1998-4 Springtier 4.jpg|thumb]]
len, allerdings hat sie bei mir fast immer funk-
Diese Rucksackversion ist nur eine von vielen, allerdings hat sie bei mir fast immer funktioniert. Man sollte beim Rucksackbauen nicht zu sehr nach Plan arbeiten, eher nach dem Motto "Sieht gut aus, schmeckt gut und fühlt sich gut an: Kann nur richtig sein!"  
tioniert. Man sollte beim Rucksackbauen nicht  
 
zu sehr nach Plan arbeiten, eher nach dem  
Dieser Fallschirm hat folgendes Prinzip: Ein Stoffstück in Form eines aufgeklappten Würfels wird mit einem Trapez auf dem Rücken des Springtiers befestigt. An jedem Ende der 4 Seitenteile des Würfels ist eine Öse eingestanzt. An einem Seitenteil ist durch die Öse eine Schlaufe aufgenäht. Der Fallschirm ist an dem Trapez befestigt. Packt man den Fallschirm in den Würfel, kann man die Schlaufe an einem Seitenteil durch die restlichen 3 Ösen ziehen. Wird die Schlaufe dann mit einer Sicherheitsnadel festgesteckt ist der Fallschirm solange fest eingepackt, bis die Nadel herausgezogen wird.  
Motto „Sieht gut aus, schmeckt gut und fühlt  
sich gut an: Kann nur richtig sein!"  
Dieser Fallschirm hat folgendes Prinzip: Ein  
Stoffstück in Form eines aufgeklappten Wür-
fels wird mit einem Trapez auf dem Rücken  
des Springtiers befestigt. An jedem Ende der  
4 Seitenteile des Würfels ist eine Öse einge-
stanzt . An einem Seitentei l ist durch die Öse  
eine Schlaufe aufgenäht . Der Fallschirm ist  
an dem Trapez befestigt. Packt man den Fall-
schirm in den Würfel, kann man die Schlau-
fe an einem Seitentei l durch die restlichen 3  
Ösen ziehen. Wird die Schlaufe dann mit ei-
ner Sicherheitsnadel festgesteckt ist der Fall-
schirm solange fest eingepackt , bis die Na-
del herausgezogen wird.  


===Material===
===Material===
Stoff: schweres Spinnaker, Rucksacknylon,  
* Stoff: schweres Spinnaker, Rucksacknylon, stabile Plane o.a.
stabile Plane o.a. Dacronreste als Verstärkung  
* [[Dacron]]reste als Verstärkung  
4 gut e Ösen au s Segelbootfachgeschäf t
* 4 gute Ösen aus Segelbootfachgeschäft
Schnurreste 2 D-Ringe 1 großer Schlüssel-
* Schnurreste
ring, Durchmesser ca. 2,5cm Trapezmateri -
* 2 [[D Ring]]e
al: Gurtband, Spinnakerstreifen, Gummistrei-
* 1 großer Schlüsselring, Durchmesser ca. 2,5cm
fen o.a. Verschluß: Knopf, Klettband, Druck-
* Trapezmaterial:
knopf o.a. Gummischnur aus dem Drachen-
** [[Gurtband]]
laden : 2x die Länge Springtierschulter  
** [[Spinnaker]]streifen
-Springtierbeinbeginn  
** Gummistreifen o.a.
Nähgarn  
* Verschluss:
** Knopf
** [[Klettband]]
** Druckknopf o.a.
** Gummischnur aus dem Drachenladen: 2x die Länge Springtierschulter - Springtierbeinbeginn  
* Nähgarn  


Mit dem Bauen des Rucksacks sollte man erst  
Mit dem Bauen des Rucksacks sollte man erst anfangen wenn man sowohl den Fallschirm als auch das Springtier besitzt, da er von beidem abhängig ist!  
anfangen wenn man sowohl den Fallschirm  
als auch das Springtier besitzt, da er von bei-
dem abhängig ist!  


Man beginnt , indem ma n aus dem Stoff (ich  
Man beginnt, indem man aus dem Stoff (ich nehme Spinnaker) ein Rechteck schneidet, das so groß wie der Rücken des Springtieres ist. Also den Abstand Springtierbeine - Springtierschultern und rechte Springtierschulter - linke Springtierschulter messen und aus den Maßen ein Rechteck ausschneiden.  
nehme Spinnaker) ein Rechteck schneidet ,  
das so groß wie der Rücken des Springtieres  
ist. Aiso den Abstand Springtierbeine-Spring-
tierschultern und rechte Springtierschulter  
- linke Springtierschulter messen und aus den  
Maßen ein Rechteck ausschneiden.  


Dieses Rechteck auf den übrigen Stoff auf-
Dieses Rechteck auf den übrigen Stoff aufnähen. Dabei ist darauf zu achten, dass um das Rechteck herum noch Platz über ist. Jetzt verlängert man die Außenseiten des Rechtecks so, dass eine Stoffstück entsteht, die in der Skizze unter "Beginn der Rucksackform" zu sehen ist. Dieses Stück wird dann ausgeschnitten, dabei wird an den gewellten Linien Stoff übergelassen.  
nähen. Dabei ist darauf zu achten, daß um  
das Rechteck herum noch Platz über ist. Jetzt  
verlängert man die Außenseiten des Recht-
ecks so, daß eine Stoffstück entsteht , die in  
der Skizze unter „Beginn der Rucksackform"  
zu sehen ist. Dieses Stück wird dann ausge -
schnitten, dabei wird an den gewellten Lini-
en Stoff übergelassen.  


Nun wird in einem ersten Test der Fallschirm  
Nun wird in einem ersten Test der Fallschirm zusammen"geknüddelt", und auf das Mittelteil gedrückt. Nun sollte man die Seitenteile über dem Fallschirm ziehen können, so dass ein proportional "passendes" Rucksackpaket entsteht. Falls das nicht so ist, vergrößert oder verkleinert man das Stoffstück. Da die Mittelteile (also auch die Springtierrücken) meistens nicht zu klein für einen Fallschirm sind wird das Stück aber höchstwahrscheinlich passen.  
zusammen"geknüddelt", und auf das Mittel-
teil gedrückt . Nun sollte ma n die Seitenteile  
über dem Fallschirm ziehen können, so daß
ein proportional „passendes" Rucksackpaket  
entsteht . Falls das nicht so ist, vergrößert oder  
verkleinert man das Stoffstück. Da die Mit-
telteile (also auch die Springtierrücken) mei -
stens nicht zu klein für einen Fallschirm sind  
wird das Stück aber höchstwahrscheinlich  
passen.  


Jetzt packt man den Fallschirm noch einmal  
Jetzt packt man den Fallschirm noch einmal locker auf das Mittelteil und zieht die Seitenteile nacheinander nicht zu stramm darüber. Mit einer Nadel sticht man durch alle 4 Seitenteile in das Paket hinein. Die Nadel wird mittig an der Stelle eingestochen, wo die Seitenteile übereinanderkreuzen . Diese Einstichstelle wird an allen 4 Seitenteilen markiert. Hier werden später die Ösen eingestanzt. Um die 4 markierten Stellen wird ein Halbreis gezogen, der übrige Stoff wird abgeschnitten, so dass eine Form ähnlich der in der Skizze entsteht.  
locker auf das Mittelteil und zieht die Seiten-
teile nacheinander nicht zu stramm darüber .  
Mit einer Nadel sticht ma n durch alle 4 Sei-
tenteile in das Paket hinein. Die Nadel wird  
mittig an der Stelle eingestochen, wo die Sei-
tenteile übereinanderkreuzen . Diese Ein-
stichstelle wird an allen 4 Seitenteilen mar -
kiert. Hier werden später die Ösen einge -
stanzt . Um die 4 markierten Stellen wird ein  
Halbreis gezogen, der übrige Stoff wird ab -
geschnitten, so daß eine Form ähnlich der in  
der Skizze entsteht .  


Das Stoffstück wird gesäumt und auf einer  
Das Stoffstück wird gesäumt und auf einer Seite, die später die Außenseite bildet, werden die markierten Stellen und die 4 Ecken des Stücks mit Dacron verstärkt (s. Rucksack von Außen mit Trapez und Dacron). Dann wird an den markierten Stellen je eine gute Öse eingestanzt. Gute Ösen gibt es u.a. in Segelbootzubehörgeschäften. An ein seitliches Seitenteil (es gibt zwei seitliche, ein oberes und ein unteres) wird eine Schlaufe innen aufgenäht , so dass sie außen herausguckt. Sie sollte außen ungefähr eine Länge von 2 cm haben (also ca. 9 cm Schnur an beiden Enden 2 cm aufnähen).  
Seite, die später die Außenseite bildet, wer -
den die markierten Stellen und die 4 Ecken  
des Stücks mit Dacron verstärkt (s. Rucksack  
von Außen mit Trapez und Dacron) . Dann  
wird an den markierten Stellen je eine gute  
Öse eingestanzt . Gute Ösen gibt es u.a. in  
Segelbootzubehörgeschäften. An ein seitli-
ches Seitenteil (es gibt zwei seitliche, ein obe-
res und ein unteres) wird eine Schlaufe in-
nen aufgenäht , so daß sie außen herausguckt .  
Sie sollte außen ungefähr eine Länge von 2  
cm haben (also ca. 9 cm Schnur an beiden  
Enden 2 cm aufnähen) .  


Jetzt wird noch einmal getestet , ob der Fall-
Jetzt wird noch einmal getestet, ob der Fallschirm nicht zu stramm in den Rucksack passt: Zusammengepackt den Fallschirm auf die Mittelfläche legen, Seitenteil mit Schlaufe darüberziehen, Schlaufe durch Öse im zweiten Seitenteil ziehen, dann durch oberes und unters Seitenteil - passt.
schirm nicht zu stramm in den Rucksack paßt :  
Zusammengepackt den Fallschirm auf die  
Mittelfläche legen, Seitentei l mi t Schlaufe  
darüberziehen, Schlaufe durch Öse im zwei -
ten Seitentei l ziehen, dann durch oberes und  
unter s Seitentei l - paßt.


Nun werden auf der Innenseite auf das Mit-
Nun werden auf der Innenseite auf das Mittelteil zwei Gummibänder aufgenäht, so dass man später beim Einpacken die Fallschirmleinen unter sie klemmen kann (s. Skizze). Jetzt kommt man zum Trapez, und da kann und will ich keine genaue Anleitung geben. Jeder sollte seinem Springtier ein Trapez verpassen, dass ihm gut steht. Z. B. kann ein 20-cm-Teddy kein 5cm breites Gurtband tragen, das wäre viel zu breit. Ein ganz einfaches Trapez, das aber noch erweitert werden kann, besteht aus einem Bauchgurt, der zu öffnen ist und zwei Schultergurten, an die die D-Ringe angenäht sind, an denen später die Fangschnüre befestigt werden.  
telteil zwei Gummibände r aufgenäht , so daß
ma n später beim Einpacken die Fallschirm-
leinen unter sie klemmen kann (s. Skizze).  
Jetzt kommt ma n zum Trapez, und da kann  
und will ich keine genaue Anleitung geben.  
Jede r sollte seinem Springtier ein Trapez  
verpassen, daß ihm gut steht . Z.B. kann ein  
20cm-Teddy kein 5cm breites Gurtband tra-
gen, das wäre viel zu breit. Ein ganz einfa-
ches Trapez, das aber noch erweiter t wer -
den kann, besteht aus einem Bauchgurt , der  
zu öffnen ist und zwei Schultergurten, an die  
die D- Ringe angenäht sind, an denen später  
die Fangschnüre befestigt werden.  


Ich beginne bei jedem Trapez mi t einem  
Ich beginne bei jedem Trapez mit einem Bauchgurt, der schön stramm sitzen sollte und über dem Bauch mit einem Knopf o.a. verschlossen ist. Dann halte ich dem Springtier passend einen Schultergurt an und nähe den erst am Bauchgurt, dann am Rucksackmittelteil an. Danach folgt der zweite Gurt. Dabei entsteht aber selten ein Trapez wie in der Zeichnung, mal sind die Schultergurte schräg am Bauchgurt , dann wieder schräg am Mittelteil aufgenäht , um ein gutaussehendes Trapez zu ergeben. Das ist aber nicht schlimm! Als Erweiterung kann man Beinschlaufen, einen Brustgurt und Verbindungsgurte zwischen den Teilen annähen. Dabei gilt: ein großer Teddy trägt viele breite Gurte, ein kleiner Teddy wenige dünne Gurte. Jetzt näht man den Haltegurt aus restlichem Trapezmaterial an das Mittelstück zwischen die beiden Schultergurte, an den das Springtier später "aufgehangen" wird. Das freie Ende des Gurtes wird umgenäht und ein großer Schlüsselring wird hindurchgezogen. Ich gebe zu, diese Stelle ist schlecht gezeichnet, natürlich ist der Haltegurt auf dem Mittelstück angenäht, das ist in der Skizze nicht erkennbar.  
Bauchgurt , der schön stramm sitzen sollte  
und über dem Bauch mi t einem Knopf o.a.  
verschlossen ist. Dann halte ich dem Spring-
tier passend einen Schultergur t an und nähe  
den erst am Bauchgurt , dann am Rucksack-
mitteltei l an. Danach folgt der zweite Gurt .  
Dabei entsteht aber selten ein Trapez wie in  
der Zeichnung, mal sind die Schultergurte  
schräg am Bauchgurt , dann wieder schräg  
am Mittelteil aufgenäht , um ein gutaussehen-
de s Trapez zu ergeben. Das ist aber nicht  
schlimm! Als Erweiterung kann man Bein-
schlaufen, einen Brustgur t und Verbindungs-
gurte zwischen den Teilen annähen. Dabei  
gilt: ein großer Teddy trägt viele breite Gur -
te, ein kleiner Teddy wenige dünne Gurte.  
Jetzt näht ma n den Haltegur t aus restlichem  
Trapezmaterial an das Mittelstück zwischen  
die beiden Schultergurte, an den das Spring-
tier späte r „aufgehangen" wird. Das freie  
Ende des Gurtes wird umgenäht und ein gro-
ßer Schlüsselring wird hindurchgezogen. Ich  
gebe zu, diese Stelle ist schlecht gezeichnet ,  
natürlich ist der Haltegur t auf dem Mittel-
stück angenäht , das ist in der Skizze nicht  
erkennbar .  


Wenn der Rucksack fertig ist, werde n die  
Wenn der Rucksack fertig ist, werden die Fangschnüre in zwei Packen zu 6 Schnüren geteilt und je ein Packen an einen der D-Ringe angeknotet. Hiermit ist der Rucksack fertig, ich betone noch einmal, dass dieses nur eine von vielen Versionen ist, man könnte z.B. bei den Seitenteilen auch die Ösen weglassen und die Seitenteile lose unbefestigt über den Fallschirm legen und dann das obere und untere Seitenteil mit der Ösen-Schlaufentechnik befestigen.
Fangschnüre in zwei Packen zu 6 Schnüren  
geteil t und je ein Packen an einen der D-Rin-
ge angeknotet . Hiermi t ist der Rucksack fer-
tig, ich betone noch einmal , daß dieses nur  
eine von vielen Versionen ist, man könnte  
z.B. bei den Seitenteilen auch die Ösen weg-
lassen und die Seitenteile lose unbefestigt  
über den Fallschirm legen und dann das obe-
re und untere Seitenteil mit der Ösen-Schlau-
fentechnik befestigen.  


===Packen des Rucksacks ===
==Packen des Rucksacks==
Ein schöner Fallschirm mi t einem noch schö-
[[Bild:HoHi 1998-4 Springtier 6.jpg|thumb]]
neren Rucksack ist wunderbar - wenn er sich  
Ein schöner Fallschirm mit einem noch schöneren Rucksack ist wunderbar - wenn er sich beim Absprung öffnet. Falls das nicht so ist, liegt es meistens am schlecht gepackten Rucksack oder einer falschen Methode. Daher erkläre ich hier meine Rucksackpackmethode, die aber wieder nur eine von vielen ist: Ich benutze die Röhrenmethode, bei der über den Fallschirm eine Spinnakerröhre gezogen wird, an die eine Schnur mit angeknoteter Sicherheitsnadel angenäht ist. Dann wird der Fallschirm in der Röhre "hin und her" (s. Skizze) eingefaltet und die Fangschnüre eingewickelt, indem sie nach Q-8-Winder-Wickeltechnik um zwei Finger gewickelt werden. Wichtig ist, dass der Fallschirm nicht eingerollt wird, sondern schön "hin und her" eingefaltet wird!
beim Absprung öffnet. Falls das nicht so ist,  
liegt es meisten s am schlecht gepackten  
Rucksack oder einer falschen Methode. Daher  
erkläre ich hier meine Rucksackpackmethode,  
die aber wieder nur eine von vielen ist:  
Ich benutze die Röhrenmethode, bei der über  
den Fallschirm eine Spinnakerröhre gezogen  
wird, an die eine Schnur mit angeknoteter  
Sicherheitsnadel angenäht ist. Dann wird der  
Fallschirm in der Röhre „hin und her" (s. Skiz-
ze) eingefaltet und die Fangschnüre einge-
wickelt, indem sie nach Q-8-Winder- Wickel-
technik um zwei Finger gewickel t werden.  
Wichtig ist, daß der Fallschirm nicht einge-
rollt wird, sondern schön „hin und her" ein-
gefaltet wird!


Die Schnüre werden dann unter die beiden  
Die Schnüre werden dann unter die beiden Gummis im Rucksack geklemmt und der eingefaltete Fallschirm auf sie gedrückt. Wichtig ist, dass die an der Röhre angenähte Schnur mit der Sicherheitsnadel aus dem Rucksack heraushängt! Das Seitenteil mit angenähter Schlaufe wird über den Fallschirm gezogen, dann wird die Schlaufe durch die Öse des gegenüberliegenden Seitenteils gezogen. Danach folgt das untere Teil und zuletzt das Obere. Nun hat man den Fallschirm in den Rucksack gepackt und die Röhrenschnur mit Sicherheitsnadel hängt heraus. Die Sicherheitsnadel wird geöffnet und durch die Schlaufe, die durch die Ösen herausguckt, geschoben. Danach wird sie wieder verschlossen.  
Gummi s im Rucksack geklemmt und der ein-
gefaltete Fallschirm auf sie gedrückt . Wich-
tig ist, da ß die an de r Röhr e angenäht e
Schnur mit der Sicherheitsnadel aus dem  
Rucksack heraushängt ! Das Seitentei l mit  
angenähte r Schlaufe wird übe r den Fall-
schirm gezogen, dan n wird die Schlaufe  
durch die Öse des gegenüberliegenden Sei-
tenteils gezogen. Danach folgt das untere Teil  
und zuletzt das Obere. Nun hat man den Fall-
schirm in den Rucksack gepackt und die Röh-
renschnur mit Sicherheitsnadel hängt heraus.  
Die Sicherheitsnadel wird geöffnet und durch  
die Schlaufe, die durch die Ösen herausguckt ,  
geschoben . Danach wird sie wieder ver -
schlossen.  


==Die Röhre==
==Die Röhre==
Die Röhre besteht aus einem zu einem offe-
Die Röhre besteht aus einem zu einem offenen Zylinder genähten Spinnakerrechteck. Sie ist so lang, da sie von der Fallschirmspitze bis zum Beginn der Fallschirmleinen reicht. Die Röhre muss so locker über dem Fallschirm sitzen, dass das Springtier den Fallschirm aus ihr herausziehen kann. Sie muss aber auch so stramm sitzen, dass der Fallschirm nicht von alleine herausfällt.  
nen Zylinder genähten Spinnakerrechteck.  
 
Sie ist so lang, daß sie von der Fallschirm-
An einer der zwei Öffnungen werden zwei Schnüre angenäht, die nach ca. 5 cm aneinandergeknotet werden. Eine Schnur führt weiter und je nach Springtier wird nach ca. 10 - 15 cm eine Sicherheitsnadel angeknotet. Dann folgen noch ca. 30 cm Schnur, bis eine Schlaufe das Ende bildet. Die genaue Schnurlänge ist unterschiedlich, sie sollte länger als der Haltegurt sein, aber nicht so lang, dass sich das Springtier in ihr verfangen kann. Will man das Springtier abspringen lassen befestigt man den Haltegurt am Auslöser und die aus dem Rucksack heraushängende Röhrenschnur fest an der Abwurfvorrichtung. Danach ist es ganz wichtig, dass man die Sicherheitsnadel öffnet! Löst dann der Auslöser aus, fällt der Teddy, bis die Röhrenschnur strammgezogen wird. Das Teddygewicht zieht die Nadel aus der Schlaufe, worauf sich der Rucksack öffnet. Dann wird der Fallschirm aus der Röhre und die Fallschirmleinen von dem Gummi gezogen und der Fallschirm öffnet sich.
spitze bis zum Beginn der Fallschirmleinen  
 
reicht . Die Röhre mu ß so locker über dem  
Wer mehr über Springtiere wissen will, kann sich das englischsprachige Buch ''[[Kites - a practical handbook]]'' von Ron Moulton und Pat Lloyd kaufen (ISBN: 1-85486-050-X). Das Kapitel 6 beschreibt fast alles, was es an wichtigen Springtierinfos gibt. Wer Probleme mit dem Plan hat oder noch etwas wissen will, kann sich auch direkt an den Autor wenden: Simon Brinkrolf (Kontakt über DraWi)
Fallschirm sitzen, daß das Springtier den Fall-
schirm aus ihr herausziehen kann. Sie mu ß
aber auch so stramm sitzen, daß der Fall-
schirm nicht von alleine herausfällt.  
An einer der zwei Öffnungen werden zwei  
Schnüre angenäht , die nach ca. 5 cm anein-
andergeknotet werden. Eine Schnur führt  
weiter und je nach Springtier wird nach ca.  
10-15 cm eine Sicherheitsnadel angeknotet .  
Dann folgen noch ca. 30 cm Schnur, bis eine  
Schlaufe das Ende bildet. Die genaue Schnur -
länge ist unterschiedlich, sie sollte länger als  
der Haltegur t sein, aber nicht so lang, daß
sich das Springtier in ihr verfangen kann.  
Will ma n das Springtier abspringen lassen  
befestigt man den Haltegur t am Auslöser und  
die aus dem Rucksack heraushängende Röh-
renschnur fest an der Abwurfvorrichtung.  
Danach ist es ganz wichtig, daß ma n die Si-
cherheitsnadel öffnet! Lösl dann dei Auslö-
ser aus, fällt der Teddy, bis die Röhrenschnur  
strammgezoge n wird. Das Teddygewicht  
zieht die Nadel aus der Schlaufe, worauf sich  
der Rucksack öffnet. Dann wird der Fallschirm  
aus der Röhre und die Fallschirmleinen von  
dem Gummi gezogen und der Fallschirm öff-
net sich.


Wer meh r übe r Springtier e wisse n will ,
[[Kategorie:Bauplan]]
kann sich da s englischsprachige Buch „Ki-
[[Kategorie:Lesenswerter Artikel]]
tes - a practical handbook " von Ron Moul -
[[Kategorie:Zeitungsartikel]]
ton un d Pat Lloyd kaufen (ISBN: 1-85486-
[[Kategorie:Hoch Hinaus]]
050-X) . Das Kapitel 6 beschreibt fast al -
les, wa s e s an wichtige n Springtierinfos
gibt . Wer Probleme mi t dem Plan ha t ode r
noch etwa s wisse n will , kan n sich auc h
direkt an de n Autor wenden :  
Simon Brinkrolf, Haller Str. 40,
33428 Harsewinkel , Tel.: 02588/377
brinkrolffo t-online.de

Aktuelle Version vom 16. Januar 2010, 22:08 Uhr

Der Bauplan steht zur privaten Benutzung frei zur Verfügung. Jegliche kommerzielle Nutzung oder Verwendung in anderen Medien und Internetseiten bedarf der besonderen Erlaubnis des Autors.

Die Erlaubnis zur Veröffentlichung im DrachenWiki liegt vor.


Bauplan befand sich in Hoch Hinaus 1998-4


Ein Dropper ist eine Vorrichtung, um Springtiere mit Fallschirm von einer Drachenleine abzuwerfen. Er ist eigentlich eine Drachenfähre ohne Segel und wird u.a mit dem Triangelsystem eingesetzt, welches ich als erstes erkläre.

Das Triangelsystem

Das Triangelsystem besteht aus einem Schnurring, 3 Seilrollen und einem Dropper. Zwei Bodenanker werden ca. 15 m auseinander senkrecht zum Wind in den Boden geschraubt und je eine Seilrolle aus dem Segelbedarf wird angeknotet. An den Beginn der Drachenwaage wird eine dritte Seilrolle befestigt. Eine 100 m lange Drachenschnur wird durch alle 3 Rollen gezogen und die beiden Enden werden aneinander befestigt.

Dann wird der Drachen gestartet. Jetzt hat man anstatt der üblichen Leine ein Leinendreieck, wobei 2 Ecken am Boden sind und die dritte sich am Drachen befindet. Durch die Seilrollen ist es möglich, den Schnurkreis zu "drehen". Jetzt knotet man einen Dropper fest an der Stelle in Leine, wo die beiden Leinenenden aneinander befestigt sind.

Wenn man jetzt den Schnurkreis dreht, steigt der Dropper nach oben zur Seilrolle am Drachen. Dort ist an der Seilrolle ein Stopper befestigt, und wenn der Schieber des Droppers an den Stopper trifft, löst der Auslöser aus und das eingehängte Springtier fällt zu Boden. Dann wird der Schnurkreis in die andere Richtung gedreht und der Dropper kommt zurück.

Für das Triangelsystem benötigt man außer der Schnur, die nicht zu dünn sein sollte, da sonst die Gefahr besteht, dass sie zwischen Rolle und Halterung rutscht, 2 normale Seilrollen, eine Seilrolle mit einem Stopper und einen Dropper.

Man muss natürlich den Drachen nicht direkt an die obere Seilrolle befestigen, sondern kann auch 50 m "normale" Leine zwischen Seilrolle und Drachen knoten, damit die obere Seilrolle ruhiger ist und nicht soviel hin und her schwankt (in der Skizze ist der Drachen auch nicht direkt an der Rolle befestigt).

Zunächst wird jetzt der Bau meines "Lieblingsdroppers" beschrieben.

Der Holzdropper

Material

  • Sperrholz: ca. 30x40 cm, 5 mm dick
  • 2 Schrauben: ca. 20 mm, M4
  • 4 Muttern: M4 (oder 2 selbstsichernde Muttern)
  • Schnurreste
  • Stahldraht: 2-3mm, ca. 25 cm, zu bekommen im Modellbaufachgeschäft
  • 2 Cross-Lock-Clips (50kg) oder andere Karabiner
  • wasserfester Holzleim
  • Anti-Rost Farbe (wasserfester Holzlack).

Nach der Skizze werden 2 Hauptteile, 1 Mittelstück, 1 Auslöser, 1 Schieber und eine Verstärkung aus dem Sperrholz ausgeschnitten. Sowohl Löcher als auch die Ausschnitte werden noch nicht gefertigt, nur auf den Hauptteilen werden die Stellen markiert! Jetzt leimt nach der Skizze ein Hauptteil, das Mittelstück und das zweite Hauptteil auf die andere Seite des Mittelstücks (Oberkanten bündig, Unterkanten nicht).

Wenn der Leim getrocknet ist, sägt und bohrt man die Ausschnitte in das Stück. Danach wird der Auslöser und der Schieber in das Stück gesteckt und, falls sie klemmen, werden sie etwas dünner geschliffen. Wenn sie locker hereinpassen werden sie passend nach der unteren Skizze eingeschoben und die beiden Löcher gebohrt (einmal durch die beiden Hauptteile und durch den Auslöser, einmal durch die beiden Hauptteile und den Schieber).

Jetzt schiebt man die beiden Schrauben durch die beiden Löcher und sichert sie entweder mit jeweils zwei gekonterten Muttern oder mit je einer selbstsichernden Mutter. Die Schraube am Schieber wird relativ stramm gezogen, so dass der Schieber stramm sitzt und das er sich nicht "zufällig" von selbst öffnet. Die Schraube am Auslöser wird nicht stark angezogen, so dass der Auslöser leichtgängig bleibt.

Jetzt wird auf den Schieber die Verstärkung geleimt. Wenn der Leim getrocknet ist wird der Schieber in einen Bohrständer gespannt, so dass man das senkrechte Loch für den Stahldraht nach der Skizze bohren kann. Der Bohrer hat einen um 0,5 mm geringeren Durchmesser als der Stahldraht.

Jetzt fertigt man den Stahldraht , der dazu da ist, die Schnur am Schieber oder den Schieber an der Schnur zu halten. Dafür schiebt man den Stahldraht in das gerade gebohrte Loch und biegt ihn ca. 5 cm höher um 180° um, so dass er parallel zum Schieber verläuft. Dann wird der umgebogene Abschnitt etwas nach vorne gebogen und vor dem Schieber um 90 geknickt und nach ca. 3-4 cm abgesägt.

Dieses letzte kurze Stück vor dem Schieber entlang verhindert, dass sie Schnur von der Nähe des Schiebers "weghüpfen" kann. Wenn der Draht passend sitzt, zieht man ihn wieder heraus und lackiert ihn mit Anti-Rost-Farbe. Danach wird er wieder in das Loch hereingesteckt. Eine weitere Befestigung ist nicht nötig.

Jetzt bohrt man die Löcher für die Clips (Durchmesser 3 mm) und knotet die Clips möglichst eng mit einem sicheren Knoten an. Jetzt wird der ganze Dropper ein bisschen geschliffen und eventuell zum Lackieren wieder auseinander genommen, das ist nicht unbedingt nötig.

Springtier abwerfen

Dazu wird der Ring im Haltegurt des Springtieres über den Auslöser in eine der Ausschnitte geschoben und der Auslöser mit dem Schieber gesichert. Die Röhrenschnur der über den Fallschirm gezogenen Röhre wird in einen der Clips eingehakt. Dann wird der Dropper in die Schnur gehängt und die Schnur hochgezogen.

Oben trifft der Schieber auf den Stopper an der Seilrolle und wird nach hinten geschoben, wodurch sich der Auslöser löst. Der Ring rutscht vom Haltegurt, die Röhrenschnur zieht die Sicherheitsnadel von der Schlaufe und die Röhre entfaltet den Fallschirm, woraufhin das Springtier zu Boden gleitet wenn - ja wenn die Nadel vorher geöffnet wurde!

Jetzt ist noch darauf zu achten, dass das Springtier nicht senkrecht herunter gleitet, sondern vom Wind abgetrieben wird. Wenn man den ersten Test bei über 20 - 30 km/h macht, sollte man zur Sicherheit das Springtier mit einer zweiten Schnur vom Boden aus anleinen. Alles weitere kommt von selbst. Eigentlich würde ja ein Ausschnitt im Dropper reichen, doch hat man mit mehreren Tieren die Chance, auch einmal mehrere Springtiere gleichzeitig abzuwerfen.

Die unteren Seilrollen

Material

  • 2 Seilrollen
  • Reste stabiler Schnur

An die beiden unteren Seilrollen muss nur jeweils eine Schnur angeknotet werden, die eine Befestigung am Bodenanker erlaubt. Wer die Seilrollen am Strand benutzt, muss aufpassen, dass sie nicht versanden oder ein bisschen Öl oder Gleitspray bereit halten, um evtl. klemmen schnell beheben zu können.

Die obere Seilrolle

Material

  • 1 Seilrolle
  • Stahldraht , 2-3 mm, ca. 40-50cm
  • Reste stabiler Schnur

An die obere Seilrolle muss ein Stopper angebracht werden, an dem der Schieber des Droppers eingedrückt wird. Das kann, je nach Seilrolle, zu einem Problem werden. Da die Seilrollen unterschiedlich gebaut werden stelle ich hier zwei Lösungen kurz dar:

Wenn sich an der Seilrollenhalterung eine größere Fläche lötbares Metall befindet, kann man den Draht dort anlöten, indem man die Fläche und den Draht mit Lötzinn vorverzinnt, den Draht auf die Fläche presst und kurz erhitzt, so dass das Lötzinn der beiden Teile verschmilzt. Dann wird der Draht nach der Skizze passend gebogen.

Die zweite Möglichkeit benötigt eine Halterung, die etwas Platz zwischen Rolle und Halterungsende hat. Dort werden dann zwei Löcher gebohrt und der Draht passend gebogen, dass man ihn durch die Löcher stecken kann. Dann wird er wieder umgebogen und ist an den Löchern festgeklemmt. Dann wird wieder der eigentliche Stopper nach der Skizze gebogen. Wichtig ist eigentlich nur, dass ein Stopper ungefähr nach der Skizze gebogen, fest an der oberen Seilrolle befestigt wird.

Das Triangelsystem mit dem Holzdropper ist aber nur eine von vielen Methoden, um Springtiere abzuwerfen. Natürlich sind auch gute Drachenfähren oder andere Methoden wie z.B. die Seilbahn von Ralf Beutnagel genauso gut möglich.

Rundkappen-Fallschirm

mit Rucksack und Packanleitung für Springtiere mit ca. 500g. Dieser Fallschirm besteht aus 12 gleichen Panelen, die aneinandergenäht eine Halbkugel ergeben. Diese Fallschirmform ist die "traditionelle", bekannte Version.

Material

  • Spinnaker: ca. 4-5 qm.
    Oft wird in englischen Plänen sogenanntes "unproofed" oder "uncoated" Spinnaker empfohlen, damit der Fallschirm weicher wird und sich besser öffnet, aber auch mit dem üblichen Carrington habe ich keine Probleme gehabt.
  • Dacronschnur 10 - 50 kg, 12 x 200 cm falls gewünscht
  • Saumband für die Unterkante (Länge: ca. 500 cm)
  • Schlaufenmaterial : Nahtband, dünnes Gurtband, dicke Schnur oder Dacronstreifen, 12x10cm Nähgarn Pappe oder ähnliches für eine Schablone

Es wird begonnen, indem man ein geeignetes Springtier, in diesem Fall eines mit einem Gewicht von ca. 500 g sucht. Soll das Springtier ein Sturmtier werden, kann es auch ein bisschen mehr wiegen, damit es vom Wind nicht so weit abgetrieben wird. Vor dem Stoffeinkauf überlegt man sich, welche Farben der Fallschirm haben soll. Bei 12 Panelen kann man ihn 2-, 3- , 4-, 6- oder 12-farbig machen. Hier sollte man beachten, dass der Verschnitt mit der Farbanzahl ansteigt! Dann fertigt man anhand der Maße aus der Tabelle eine Schablone für ein Panel an. Dafür zeichnet man auf die Pappe ein Koordinatensystem, bei der die x-Achse 125,7 cm lang ist und die y-Achse sowohl in den positiven als auch in den negativen Bereich eine Länge von 20,9 cm hat . Dann werden die Werte aus der Tabelle (s. unten) eingetragen und man erhält die Schablone für ein Panel, das natürlich ohne Nahtzugabe ist! Nach dieser Schablone schneidet man dann 12 Panele aus.

Beim Nähen beginne ich mit der Panelspitze (andere beginnen mit der Ecke Unterkante/ Seitenkante). Man legt einfach 2 Panele aufeinander und näht je eine Seitenkante aneinander. Dann ein neues Panel auf eines der zwei aneinandergenähten Panele legen und an die andere Seite annähen (achte darauf dass die Naht auf die richtige Seite kommt!). So weitermachen, bis alle Panele vernäht sind. Dann die noch freie Seitenkante des ersten Panels an die freie Seitenkante des letzten Panels nähen, so dass die Panele zu einer geschlossenen Halbkugel werden.

Wer es als nötig empfindet, kann die Nähte jetzt säumen oder "ketteln". Als unbedingt wichtig halte ich es aber nicht. Falls die einzelnen Panele ungleichmäßig an der Unterkante enden schneidet man jetzt die überstehenden Panelkanten ab, so dass eine gerade, gleichförmige Unterkante entsteht. Diese wird dann entweder gesäumt oder mit Saumband eingefasst .

Jetzt wird in der Mitte, wo sich alle Panele treffen, ein Loch (Durchmesser ca. 5 cm) heiß ausgeschnitten. Mit mehreren Nähten wird das Loch vor dem Einreißen gesichert. Jetzt wird je ein Stück Schlaufenband an die Stelle der Unterkante zu einer Schlaufe eingenäht, wo sich zwei Panele treffen. An jede dieser Schlaufen wird eine der Dacronschnüre angeknotet . Hiermit hat man einen fertigen Fallschirm mit einem Durchmesser von 160 cm und 12 Panelen für Springtiere mit einem Gewicht von ca. 500 g.

Die Tabelle der Schablonenkoordinaten für einen Fallschirm mit 12 Panelen und 160 cm Durchmesser:

x = 0,0 cm y = 20,9 cm
x = 10,0 cm y = 20,8 cm
x = 20,0 cm y = 20,3 cm
x = 30,0 cm y =19, 5 cm
x = 40,0 cm y = 18,4 cm
x = 50,0 cm y = 17,0 cm
x = 60,0 cm y = 15,3 cm
x = 70,0 cm y = 13,4 cm
x = 80,0 cm y = 11,3 cm
x = 90,0 cm y = 9,0 cm
x = 100,0 cm y = 6,6 cm
x — 110,0 cm y = 4,1 cm
x = 120,0 cm y = 1,5 cm
x = 125,7 cm y = 0,0 cm

Wer ein Springtier mit einem anderen Ge wicht mit einem Fallschirm ausrüsten will, kann mir einen Brief mit Rückporto schicken, in dem steht , wieviel das Springtier wiegt und wieviele Panele (12 ist nicht Zwang!) der Fallschirm bekommen soll. Er bekommt dann die Fallschirmkoordinaten zurück.

Springtierrucksack

Diese Rucksackversion ist nur eine von vielen, allerdings hat sie bei mir fast immer funktioniert. Man sollte beim Rucksackbauen nicht zu sehr nach Plan arbeiten, eher nach dem Motto "Sieht gut aus, schmeckt gut und fühlt sich gut an: Kann nur richtig sein!"

Dieser Fallschirm hat folgendes Prinzip: Ein Stoffstück in Form eines aufgeklappten Würfels wird mit einem Trapez auf dem Rücken des Springtiers befestigt. An jedem Ende der 4 Seitenteile des Würfels ist eine Öse eingestanzt. An einem Seitenteil ist durch die Öse eine Schlaufe aufgenäht. Der Fallschirm ist an dem Trapez befestigt. Packt man den Fallschirm in den Würfel, kann man die Schlaufe an einem Seitenteil durch die restlichen 3 Ösen ziehen. Wird die Schlaufe dann mit einer Sicherheitsnadel festgesteckt ist der Fallschirm solange fest eingepackt, bis die Nadel herausgezogen wird.

Material

  • Stoff: schweres Spinnaker, Rucksacknylon, stabile Plane o.a.
  • Dacronreste als Verstärkung
  • 4 gute Ösen aus Segelbootfachgeschäft
  • Schnurreste
  • 2 D Ringe
  • 1 großer Schlüsselring, Durchmesser ca. 2,5cm
  • Trapezmaterial:
  • Verschluss:
    • Knopf
    • Klettband
    • Druckknopf o.a.
    • Gummischnur aus dem Drachenladen: 2x die Länge Springtierschulter - Springtierbeinbeginn
  • Nähgarn

Mit dem Bauen des Rucksacks sollte man erst anfangen wenn man sowohl den Fallschirm als auch das Springtier besitzt, da er von beidem abhängig ist!

Man beginnt, indem man aus dem Stoff (ich nehme Spinnaker) ein Rechteck schneidet, das so groß wie der Rücken des Springtieres ist. Also den Abstand Springtierbeine - Springtierschultern und rechte Springtierschulter - linke Springtierschulter messen und aus den Maßen ein Rechteck ausschneiden.

Dieses Rechteck auf den übrigen Stoff aufnähen. Dabei ist darauf zu achten, dass um das Rechteck herum noch Platz über ist. Jetzt verlängert man die Außenseiten des Rechtecks so, dass eine Stoffstück entsteht, die in der Skizze unter "Beginn der Rucksackform" zu sehen ist. Dieses Stück wird dann ausgeschnitten, dabei wird an den gewellten Linien Stoff übergelassen.

Nun wird in einem ersten Test der Fallschirm zusammen"geknüddelt", und auf das Mittelteil gedrückt. Nun sollte man die Seitenteile über dem Fallschirm ziehen können, so dass ein proportional "passendes" Rucksackpaket entsteht. Falls das nicht so ist, vergrößert oder verkleinert man das Stoffstück. Da die Mittelteile (also auch die Springtierrücken) meistens nicht zu klein für einen Fallschirm sind wird das Stück aber höchstwahrscheinlich passen.

Jetzt packt man den Fallschirm noch einmal locker auf das Mittelteil und zieht die Seitenteile nacheinander nicht zu stramm darüber. Mit einer Nadel sticht man durch alle 4 Seitenteile in das Paket hinein. Die Nadel wird mittig an der Stelle eingestochen, wo die Seitenteile übereinanderkreuzen . Diese Einstichstelle wird an allen 4 Seitenteilen markiert. Hier werden später die Ösen eingestanzt. Um die 4 markierten Stellen wird ein Halbreis gezogen, der übrige Stoff wird abgeschnitten, so dass eine Form ähnlich der in der Skizze entsteht.

Das Stoffstück wird gesäumt und auf einer Seite, die später die Außenseite bildet, werden die markierten Stellen und die 4 Ecken des Stücks mit Dacron verstärkt (s. Rucksack von Außen mit Trapez und Dacron). Dann wird an den markierten Stellen je eine gute Öse eingestanzt. Gute Ösen gibt es u.a. in Segelbootzubehörgeschäften. An ein seitliches Seitenteil (es gibt zwei seitliche, ein oberes und ein unteres) wird eine Schlaufe innen aufgenäht , so dass sie außen herausguckt. Sie sollte außen ungefähr eine Länge von 2 cm haben (also ca. 9 cm Schnur an beiden Enden 2 cm aufnähen).

Jetzt wird noch einmal getestet, ob der Fallschirm nicht zu stramm in den Rucksack passt: Zusammengepackt den Fallschirm auf die Mittelfläche legen, Seitenteil mit Schlaufe darüberziehen, Schlaufe durch Öse im zweiten Seitenteil ziehen, dann durch oberes und unters Seitenteil - passt.

Nun werden auf der Innenseite auf das Mittelteil zwei Gummibänder aufgenäht, so dass man später beim Einpacken die Fallschirmleinen unter sie klemmen kann (s. Skizze). Jetzt kommt man zum Trapez, und da kann und will ich keine genaue Anleitung geben. Jeder sollte seinem Springtier ein Trapez verpassen, dass ihm gut steht. Z. B. kann ein 20-cm-Teddy kein 5cm breites Gurtband tragen, das wäre viel zu breit. Ein ganz einfaches Trapez, das aber noch erweitert werden kann, besteht aus einem Bauchgurt, der zu öffnen ist und zwei Schultergurten, an die die D-Ringe angenäht sind, an denen später die Fangschnüre befestigt werden.

Ich beginne bei jedem Trapez mit einem Bauchgurt, der schön stramm sitzen sollte und über dem Bauch mit einem Knopf o.a. verschlossen ist. Dann halte ich dem Springtier passend einen Schultergurt an und nähe den erst am Bauchgurt, dann am Rucksackmittelteil an. Danach folgt der zweite Gurt. Dabei entsteht aber selten ein Trapez wie in der Zeichnung, mal sind die Schultergurte schräg am Bauchgurt , dann wieder schräg am Mittelteil aufgenäht , um ein gutaussehendes Trapez zu ergeben. Das ist aber nicht schlimm! Als Erweiterung kann man Beinschlaufen, einen Brustgurt und Verbindungsgurte zwischen den Teilen annähen. Dabei gilt: ein großer Teddy trägt viele breite Gurte, ein kleiner Teddy wenige dünne Gurte. Jetzt näht man den Haltegurt aus restlichem Trapezmaterial an das Mittelstück zwischen die beiden Schultergurte, an den das Springtier später "aufgehangen" wird. Das freie Ende des Gurtes wird umgenäht und ein großer Schlüsselring wird hindurchgezogen. Ich gebe zu, diese Stelle ist schlecht gezeichnet, natürlich ist der Haltegurt auf dem Mittelstück angenäht, das ist in der Skizze nicht erkennbar.

Wenn der Rucksack fertig ist, werden die Fangschnüre in zwei Packen zu 6 Schnüren geteilt und je ein Packen an einen der D-Ringe angeknotet. Hiermit ist der Rucksack fertig, ich betone noch einmal, dass dieses nur eine von vielen Versionen ist, man könnte z.B. bei den Seitenteilen auch die Ösen weglassen und die Seitenteile lose unbefestigt über den Fallschirm legen und dann das obere und untere Seitenteil mit der Ösen-Schlaufentechnik befestigen.

Packen des Rucksacks

Ein schöner Fallschirm mit einem noch schöneren Rucksack ist wunderbar - wenn er sich beim Absprung öffnet. Falls das nicht so ist, liegt es meistens am schlecht gepackten Rucksack oder einer falschen Methode. Daher erkläre ich hier meine Rucksackpackmethode, die aber wieder nur eine von vielen ist: Ich benutze die Röhrenmethode, bei der über den Fallschirm eine Spinnakerröhre gezogen wird, an die eine Schnur mit angeknoteter Sicherheitsnadel angenäht ist. Dann wird der Fallschirm in der Röhre "hin und her" (s. Skizze) eingefaltet und die Fangschnüre eingewickelt, indem sie nach Q-8-Winder-Wickeltechnik um zwei Finger gewickelt werden. Wichtig ist, dass der Fallschirm nicht eingerollt wird, sondern schön "hin und her" eingefaltet wird!

Die Schnüre werden dann unter die beiden Gummis im Rucksack geklemmt und der eingefaltete Fallschirm auf sie gedrückt. Wichtig ist, dass die an der Röhre angenähte Schnur mit der Sicherheitsnadel aus dem Rucksack heraushängt! Das Seitenteil mit angenähter Schlaufe wird über den Fallschirm gezogen, dann wird die Schlaufe durch die Öse des gegenüberliegenden Seitenteils gezogen. Danach folgt das untere Teil und zuletzt das Obere. Nun hat man den Fallschirm in den Rucksack gepackt und die Röhrenschnur mit Sicherheitsnadel hängt heraus. Die Sicherheitsnadel wird geöffnet und durch die Schlaufe, die durch die Ösen herausguckt, geschoben. Danach wird sie wieder verschlossen.

Die Röhre

Die Röhre besteht aus einem zu einem offenen Zylinder genähten Spinnakerrechteck. Sie ist so lang, da sie von der Fallschirmspitze bis zum Beginn der Fallschirmleinen reicht. Die Röhre muss so locker über dem Fallschirm sitzen, dass das Springtier den Fallschirm aus ihr herausziehen kann. Sie muss aber auch so stramm sitzen, dass der Fallschirm nicht von alleine herausfällt.

An einer der zwei Öffnungen werden zwei Schnüre angenäht, die nach ca. 5 cm aneinandergeknotet werden. Eine Schnur führt weiter und je nach Springtier wird nach ca. 10 - 15 cm eine Sicherheitsnadel angeknotet. Dann folgen noch ca. 30 cm Schnur, bis eine Schlaufe das Ende bildet. Die genaue Schnurlänge ist unterschiedlich, sie sollte länger als der Haltegurt sein, aber nicht so lang, dass sich das Springtier in ihr verfangen kann. Will man das Springtier abspringen lassen befestigt man den Haltegurt am Auslöser und die aus dem Rucksack heraushängende Röhrenschnur fest an der Abwurfvorrichtung. Danach ist es ganz wichtig, dass man die Sicherheitsnadel öffnet! Löst dann der Auslöser aus, fällt der Teddy, bis die Röhrenschnur strammgezogen wird. Das Teddygewicht zieht die Nadel aus der Schlaufe, worauf sich der Rucksack öffnet. Dann wird der Fallschirm aus der Röhre und die Fallschirmleinen von dem Gummi gezogen und der Fallschirm öffnet sich.

Wer mehr über Springtiere wissen will, kann sich das englischsprachige Buch Kites - a practical handbook von Ron Moulton und Pat Lloyd kaufen (ISBN: 1-85486-050-X). Das Kapitel 6 beschreibt fast alles, was es an wichtigen Springtierinfos gibt. Wer Probleme mit dem Plan hat oder noch etwas wissen will, kann sich auch direkt an den Autor wenden: Simon Brinkrolf (Kontakt über DraWi)