Am Ende meiner Drachenschnur

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Am Ende meiner Drachenschnur


Am Ende meiner Drachenschnur stehe ich mit beiden Beinen fest auf dem Boden.

Ich höre das leise Singen der Schnur und sehe dem Drachen bei seinem Tanz im Wind zu.

Ständig neue Figuren entwerfend zieht er mich in seinen Bann.

Plötzlich steigen meine Gedanken die Drachenschnur hinauf und werden in den Tanz miteinbezogen.

Werden in alle Winde zerstreut, zerplatzen und bilden sich neu, kehren die Leine zurück.

Wie gerne wäre ich dort oben, dem Wuseln hier unten zusehend, leise lächelnd mir den Wind um die Ohren wehen lassend.


Makoto Ooka,
1931 in Shizuoka geboren, studierte an der philosophischen Fakultät der Universität Tokio und ist einer der bekanntesten japanischen Dichter und Literaturtheoretiker.