Ballonphotographie im Brockhaus Konversationslexikon

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Seite 338 im 2. Band mit dem Lemma Ballonphotographie

Ballonphotographie. Bereits 1864 versuchte Nadar in Paris mit einigem Erfolg, vom schwebenden Luftballon aus Momentbilder der Erdoberfläche aufzunehmen, ebenso Black in Boston 1868. Mit größerm Erfolg wurde dieser Versuch nach Einführung der hochempfindlichen Gelatineplatten wiederholt, zuerst durch Tissandier in Paris, später durch die bei verschiedenen stehenden Heeren eingeführten Ballondetachements, deren Aufgabe Rekognoszierung des Terrains vom Ballon aus ist. In Deutschland that sich in dieser Beziehung Premierlieutenant von Hagen beim Ballondetachement hervor.

Vgl. Zeitschrift des deutschen Vereins zur Förderung der Luftschiffahrt (Berl. 1888); Tissandier, La photographie en ballon (Par. 1886).

Der B. verwandt ist die Drachenphotographie, bei der ein leichter photographischer Apparat durch einen fliegenden Drachen in die Höhe genommen und nach Erlangung der geeigneten Position die momentane Beleuchtung durch Auslösung eines Momentverschlusses mittels Zündschnur oder elektrischer Leitung erfolgt.

Vgl. Photographische Mitteilungen, XXVI (Berl. 1890).