Pfaff - Einstellanleitung: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 9. November 2007, 00:13 Uhr
für die Maschinen 1196, 1197, 1199, 1211, 1212, 1213, 1214, 1221, 1222
Vorwort
Diese vorläufige Einstellanleitung soll Ihnen helfen, alle Reparaturen an den Maschinen schnell und gut auszuführen. Sie verliert ihre Gültigkeit mit der Herausgabe der endgültigen Einstell - und Reparaturanleitung.
Erst wenn Sie eine Abweichung an der Maschine zu den hier beschriebenen Einstellungen feststellen , sollten Sie Einstelländerungen vornehmen. Da sich die Pfaff-Modelle 1222, 1221, 1212 und 1211 in ihrem technischen Aufbau bis auf wenige Einzelheiten gleichen, gilt diese Anleitung für alle Maschinen. Unterschiede sind in der Einstellanleitung getrennt erklärt.
Zum Überprüfen oder Einstellen einer Maschine gehen Sie am zweckmäßigsten in der beschriebenen Reihenfolge vor. Zerlegte Maschinen stellen Sie beim Zusammenbau gleich ungefähr ein. Sie erleichtern sich dadurch wesentlich das anschließend genaue Einstellen.
Bei Teilebestellungen benutzen Sie bitte die Bestandteileliste und machen Sie folgende Angaben:
- Bezeichnung der Maschinenklasse
- Vollständige zehnstellige Teilenummer
- Genaue Teile-Bezeichnung
- Bei lackierten Teilen genauen Farbton
- Wenn erforderlich "alte " oder "neue" Ausführungsart des Teiles Bei Reparaturen an elektrischen Geräten aller Art , muss nach § 1 der zweiten Durchführungsverordnung zum Energie-Wirtschaftsgesetz die elektrische Anlage ordnungsgemäß, d.h. nach den anerkannten Regeln des VDE geprüft werden. Außerhalb Deutschlands sind die Vorschriften des jeweiligen Landes anzuwenden. Da ein Tei l der elektrischen Anlage an dieser Maschine nur mit geringer Spannung geprüft werden darf , muss ausschließlich nach der Prüfanleitung im Kapitel "Elektro-Einrichtung" vorgegangen werden.
Bei Reparaturen an elektrischen Geräten ist es deshalb in jedem Fall erforderlich, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.
Für eine fachgerechte Einstellung der Maschinen sind folgende Lehren und Hilfswerkzeuge erforderlich:
- Schlingenhublehre 870 136-01
- Schlingenhubzwinge 870 137-00
- Einstellehre für den Spulenkapselhalter 7.501.00-201
- Universal-Brückenlehre 63-112 120-08
- Spezial-Einstellschlüssel 106 300-306
- Ringgabelschlüssel 5,5 mm 43-111 010-04
- Ringgabelschlüssel 7 mm 43-111 010-05
- Ringgabelschlüssel 8 mm 43-111 010-06
- Seeger Zange ZA 21 07-458 000-40
- Seeger Zange A1 07-438 000-50
- Benzing-Montagegreifer 1,9 kz 07-437 003-10
- Benzing-Montagegreifer 2,3 kz 07-437 003-20
- Benzing-Montagegreifer 3,2 kz 07-437 003-30
- Benzing-Montagegreifer 4,0 kz 07-437 003-40
- Benzing-Montagegreifer 5,0 kz 07-437 003-50
- Benzing-Montagegreifer 6,0 kz 07-437 003-60
- Benzing-Montagegreifer 7,0 kz 07-437 003-70
Technische Daten
- PFAFF 1222, 1222 E
- kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, elektronischer Drehzahlregelung, Knopfloch-Automatic, Stopmatic und Freiarm.
- PFAFF 1221
- kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, elektronischer Drehzahlregelung, Knopfloch-Automatic, Stopmatic und Grundplatte.
- PFAFF 1214
- kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Freiarm.
- PFAFF 1213
- kombinierte, direktgesteuerte Nutzstich-Automatic und indirekt gesteuerte Zierstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Grundplatte.
- PFAFF 1212
- direktgesteuerte Nutzstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Freiarm.
- PFAFF 1211
- direktgesteuerte Nutzstich-Automatic mit Obertransport-Einrichtung, Knopfloch-Automatic und Grundplatte.
- PFAFF 1199
- direktgesteuerte Nutzstich-Automatic, Knopfloch-Einrichtung und Freiarm (Compactmaschine)
- PFAFF 1197
- direktgesteuerte Nutzstich-Automatic, Knopfloch-Einrichtung und Freiarm.
- PFAFF 1196
- direktgesteuerte Nutzstich-Automatic, Knopfloch-Einrichtung und Grundplatte.
Allgemeine technische Daten der 1100er- und I200er-Baureihe
- Direktgesteuerte Automatic mit vor- und rückwärtsgesteuerter Transporteinrichtung, Untersetzung 12:1.
- 5 Nutzsticharten veränderlich durch Zickzack und kombinieren.
- Indirektgesteuerte Automatic mit intermittierendem Antrieb und einstellbarer Stichzahl.
- 5 Ziersticharten veränderlich durch Stichlage , Musterlänge und kombinieren.
- Zickzackaggregat mit Bewegungskulisse, Stichlagen-Einrichtung links, Mitte, rechts.
- Stichbreiten und Stichlängen fest miteinander kombiniert.
- Knopfloch-Einrichtung (halbautomatisch) mit vor- und rückwärtsgesteuertem Transport.
- 180° Umschaltkupplung des Schiebeexzenters (für Rückwärtsnähen und Knopflocheinrichtung).
- Ober- und Üntertransporteinrichtung, Schubverhältnis 1:1, Obertransportfuß ausschaltbar.
- Elektronisch gesteuerte Geschwindigkeitsregulierung durch Tyristor-Steuerung.
- Hauptschalter für die Elektroeinrichtung.
- Stopmatic-Einrichtung mit Rollenkupplung für Maschinenendstellung.
- Transporteur-Versenkeinrichtung kombiniert mit Vibratoreinrichtung für die Stoffdrückerstange.
- Antriebsübertragung von der Armwelle zur Greiferantriebswelle durch Antriebskette , Übersetzung 1:2.
- Antriebsübertragung zwischen Motor und Armwelle durch Zahnformriemen, Gelenkfadenhebel.
- Pendelnde Nadelstangenführung.
- Querstehender doppeltumlaufender Greifer.
- Nadelsystem 130/705 H
- Leichtmetallgehäuse.
- Pfaff 1222 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 10,20 kg.
- Pfaff 1221 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 9,00 kg.
- Pfaff 1212 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 9,50 kg.
- Pfaff 1211 Oberteil mit Motor, ohne Zubehör ca. 8,35 kg.
- Stichlänge etwa 4 mm.
- Stichbreite etwa 4,5 mm.
- Sinterlager
- Öl = BP Energol HLP 80
Durchgangsraum: 225 * 120 mm.
Grundplattenmaße: 421 x 178 mm.
Bodenplattenmaße bei Freiarmmaschinen: 421 x 178 mm.
Motor Type GE 270: 220 oder 11o V, 0-60 Hz, 40/80 W, 7000 ü/min ± 10 %
Motor Type GE 271: Zweibereich-Motor , 220 oder 110 V anschließbar, 0-60 Hz, 40/80 W, 7000 ü/min ± 10 %.
UKW- und Fernsehentstört .
Funkentstörgrad: FN.
Komplette Maschine Isolationsklasse 2 (Schutzisolation).
Motor einzeln Isolationsklasse 1.
Blendfreie Nähleuchte 15 W.
Lackierung hellgrau Nr. 6, oder weiß Nr. 5
Einstellmaße
- Schlingenhub - 2,0 mm
- Greiferabstand zur Nadel = 0,05 mm
- Nadelstangenhöhe (Oberkante Nadelöhr - Unterkante Greiferspitze) < 0,5 nm beim linken 4 mm Zickzack-Stich
- Abstand des Haltefingers zum Spulenkapselträger = 0,7 mm
- Transporteurhöhe = 0,9 mm
- Nähfußhöhe bei Obertransportmaschinen = 7, 5 mm
- Nähfußhöhe ohne Obertransport = 6,5 mm
- Arbeitshöhe des Obertransportfußes = 1,2 mm
- Nachschub des Transporteurs = 0,6 mm - 0,7 mm
- tiefste Arbeitsstellung des Stopffußes = 0 - 0,1 mm
- max. Drehzahl der Maschine = 900 - 1000 U/min
- Drehzahl der Stopmatic bei SEL-Steuerung 120-140 U/min
- Drehzahl der Stopmatic bei Pfaff-Steuerung 120-160 U/mi n
Stopmatic-Einrichtung
Funktionsbeschreibung


Die Stopmatic kann durch den Stoffdrückerhebel in oberster und unterster Stellung eingeschaltet werden, über ein Gestänge 32 , Abb. 1, wird ein Kupplungshebel 5 betätigt , der eine mit dem oberen Schnurkettenrad verbundene Rollenkupplung aus- und einschaltet. Das Anhalten der Maschine durch die Stopmatic , erfolgt etwa in höchster Fadenhebelstellung. Hierbei fällt der Kupplungshebel 5 in die Öffnung des Schnurkettenrades 34 ein und verschiebt einen Anschlag 33 mit Stift , der gegen die Rolle drückt und die Rollenkupplung auslöst . Der Mikroschalter 9 wird gleichzeitig ausgeschaltet.
Einstellung des Kupplungshebels
Regel:
Bei nach oben in Stopmatic-Stellung geschaltetem Stoffdrückerhebel muss zwischen dem Anschlag 33 und dem Kupplungshebel 5 ein ausreichender Abstand von etwa 0,7 - 1,5 mm sein* damit bei ganz nach unten gedrucktem Stoffdrückerhebel ein Mindestabstand von etwa 0,1 mm vorhanden ist. Außerdem muss die Nase 26, Abb 1, des Schalthebels 28 in diesen beiden Stellungen des Stoffdrückerhebels stets am MikroSchalter 9 anliegen.
Überprüfung:
Den Ständerdeckel und das Handrad abschrauben. Die drei Schrauben 37 Abb. 2 herausschrauben und die Deckscheibe 36 abnehmen. Den Stoffdrückerhebel in die oberste Stopmatic-Stellung bringen. Die Armwelle in normaler Drehrichtung drehen, bis der Kupplungshebel 5 Abb.1 in die Aussparung des oberen Schnurkettenrades 34 eingefallen ist. Den Abstand zwischen dem Anschlag 33 und dem Kupplungshebel 5 der zwischen 0,7 - 1,5 mm liegt individuell bei den Maschinen prüfen. Den Stoffdrückerhebel ganz nach unten drücken und den Mindestabstand von 0,1 mm ebenfalls prüfen.
Einstellung:
Den Stoffdrückerhebel wieder nach oben in Stopmatic-Stellung bringen. Die Schraube 29 lösen und den Schalthebel 28 solange nach links drücken bis der Abstand 0,7 - 1,5 mm stimmt. Die Schraube 29 fest anziehen.
Kontrolle:
Den Stoffdrückerhebel noch weiter hinaus nach oben drücken und hierbei den Abstand beobachten. Den Stoffdrückerhebel nun ganz nach unten drücken und ebenfalls den Abstand kontrollieren. Beim längsten Weg muss ein Sicherheits-Abstand von mindestens 0,1 mm vorhanden sein, damit sich der Mikroschalter nicht einschaltet.
Hinweis:
Stößt bei der Kontrolle der Kupplungshebel 5 bei nach oben oder nach unten geschaltetem Stoffdrückerhebel an den Anschlag 33 an, so muss der Abstand immer bei nach oben geschaltetem Stoffdrückerhebel solange verändert werden bis er oben und unten nicht anstößt. Der Kupplungshebel 5 darf beim Rückwärtsdrehen der Armwelle nicht aus dem Ausschnitt des Schnurkettenrades herausspringen können.
Einstellung der Rolle zum Auslösestift der Rollenkupplung
Regel:
Der Stift 39 Abb. 2, des Anschlages muss von der Mitte aus geringfügig nach links in der Rolle 38 stehen.
Überprüfung:
Den Stoffdrückerhebel herunter lassen und die Rolle 38 nach oben stellen. Sichtkontrolle vornehmen (siehe Abb. 2).
Einstellung:
Die drei Schrauben 37 lösen und die komplette Rollenkupplung 35 drehen bis die Stellung stimmt. Die drei Schrauben 37 fest anziehen.
Kontrolle:
Die Stopmatic in oberster und unterster Stellung des Stoffdrückerhebels mehrmals betätigen .
Zickzack-Einrichtung
Ausbau des Automatic-Aggregates

Hinweis:
Für alle Einstellarbeiten am Zickzack- und Knopfloch-Aggregat , muss das Automatic-Aggregat ausgebaut werden.
Ausbauanweisung zur Pfaff 1222, 1221, 1214 und 1213:
Den Armdeckel abnehmen und den Sicherungsring 3 Abb. 3 abziehen . Die Schraube 16 herausdrehen und den Einstellwinkel 15 vom Hebel abziehen. Die vier Befestigungsschrauben 24 der Automatic herausdrehen. Das voll ständige Aggregat herausnehmen.
Ausbauanweisung zur Pfaff 1212, 1211, 1197, 1196 und 1199:
Den Armdeckel abnehmen. Die Schraube 16 herausdrehen und den Einstellwinkel 15 vom Hebel abziehen. Die vier Befestigungsschrauben 24 der Automatic herausdrehen. Das vollständige Aggregat herausnehmen.
Einstellung der Schraubenräder zueinander und des Antriebshebels zur Armwelle


Regel:
Das Schraubenradpaar 5 und 12, Abb. 4 muss fast spielfrei aneinander stehen . Die Rolle 6 des Antriebshebels 7 Abb. 5a soll zur Armwelle 1 einen Abstand von 0,1 mm haben und darf während ihrer Hin- und Herbewegung die Armwelle nicht berühren. Die Achse des Zickzack-Aggregate muss genau im Winkel von 90° zum Ständer der Maschine stehen.
Einstellung:
Die beiden Befestigungsschrauben 9 Abb. 5, geringfügig lösen. Das gesamte Zickzack-Aggregat 8 in der Höhe und nach der Seite so verschieben, dass der Zahnrad-Abstand und die Stellung des Antriebshebels 7 zur Armwelle stimmt. Die beiden Befestigungsschrauben 9 des Aggregates werden dann fest angezogen.
Kontrolle:
Den Abstand der Schraubenräder am Zickzack-Exzenter 11 erfühlen. Die Zähne müssen zueinander fast spielfrei sein. Der Antriebshebel muss ohne Hemmung arbeiten .
Einstellung des Drehgriffes

Regel:
Bei der Stichlagen-Einstellung "Mitte" muss das mittlere Stichlagen-Symbol genau unter der Punktmarkierung des Universal-Einstellknopfes stehen und eingerastet haben.
Einstellung:
Die Stichlagen-Kurve 4, Abb. 6, am Drehgriff so einstellen, dass die Tastschraube 2 genau auf der kleinen Fläche für die mittlere Stichlage steht und der Rasthebel 6 in der Rastscheibe 5 eingerastet hat. Die an der rechten Seite der Kurven-Nabe sitzende Schraube 7 lösen und den Drehgriff so stellen, dass das mittlere Stichlagen-Symbol genau unterhalb der Punktmarkierung steht. Der Drehgriff muss hierbei ganz in den Universal-Einstellknopf eingeschoben sein. Die Schraube 7 sehr fest anziehen.
Kontrolle:
Den Drehgriff mehrmals durchschalten. Hierbei muss das mittlere Stichlagen-Symbol in der Raststellung für Stichlage "Mitte" immer genau unterhalb der Punktmarkierung stehen.
Hinweis 1.:
Bei der zweiten Ausführungsart hat die Achse 8 des Drehknopfes eine Fläche. Die Schraube 7 muss auf dieser Fläche befestigt werden.
Hinweis 2.:
Bei der dritten Ausführungsart hat die Achse 8 des Drehknopfes ein Gewindeloch. Die Schraube 7 muss zur Befestigung in dieses Gewindeloch hineingedreht und fest angezogen werden.
Grundeinstellung des Einstellexzenters im Nadelstangenpendel


Regel:
In Grundstellung muss der Einstell-Exzenter mit seiner Exzentrizitä nach oben stehen . Abb. 7a.
Einstellung:
Den Universal-Einstellknopf auf den breitesten Zickzack-Stich stellen (Einstellbereich 8). Den Kopfdeckel nach Lösen der beiden Befestigungsschrauben abnehmen.
Die Befestigungsschraube 5, Abb. 7, im Nadelstangen-Pendel 1 lösen. Mit einem 5,5 mm Schlüssel den Einstell-Exzenter 5 so drehen, dass er mit seiner Exzentrizität nach oben steht . Den Exzenter weiter drehen, bis die Nadel im rechte n und linken Einstich den gleichen Abstand zum Stichplattenschlitz hat. Den Einstellexzenter mit der Schraube 3 so im Pendel befestigen , dass die Verbindungsstange ein geringes seitliches Spiel hat .
Hinweis :
Die zeitliche Einstellung der Nadelseitwärtsbewegung wird erst zu einem späteren Zeitpunkt vorgenommen und braucht hier noch nicht zu stimmen.
Nadel-Nullstellung für Geradstich


Regel:
Wenn der Üniversal-Einstellknopf im Einstellbereich von 0- 4 steht, muss die Maschine eine einwandfreie gerade Naht nähen.
Überprüfung:
Zur Überprüfung den Transporteur versenken. Den Universal-Einstell - knöpf auf den Einstellbereich von 0- 4 und den Drehgriff auf Stichläge "Mitte " stellen. Den Nähfuß anheben und eine neue Nadel System 130 einsetzen . Dann ein Stück dünnen Karton auf die Stichplatte legen und durch Herunterlassen des Nähfußes festhalten. Das Handrad vorsichtig nach vorn drehen, bis die Nadel den Karton soeben ansticht. Dann das Handrad rückwärts drehen, bis die Nadel den Karton wieder nur soeben ansticht . (Siehe Abb. 8) Sticht die Nadelspitze setzt nicht genau in die Mitte des Loches, so ist der Nullpunkt einzust eilen.
Nadelstangenseitwärtsbewegung des Zickzack-Aggregates (Überstichbewegung)



Regel:
Beim Zicksacknähen soll die Nadelseitwärtsbewegung oberhalb der größtmöglichen Stoffstärke erfolgen. Die Nadelseitwärtsbewegung muss beginnen, wenn die Nadelspitze die Stichplatte verlässt . Die Nadelseitwärtsbewegung muss beendet sein, bevor die Nadel wieder in den Stoff einsticht (das sind etwa 7 mm oberhalb der Stichplatte) , siehe Abb. 9.
Überprüfung:
Den Universal-Einstellknopf auf den Einstellbereich 8 und den Drehgriff auf Stichlage "Mitte" stellen . Nun die Maschine am Handrad in ihrer normalen Drehrichtung drehen, bis die Nadel aus dem linken Einstich nach oben kommt und mit ihrer Spitze genau an der Oberkante der Stichplatte steht (siehe Abb. 9a) . Wenn man nun gleichzeitig mit dem linken Zeigefinger das Nadelstangen-Pendel und den Maschinenkopf berührt und dabei sehr langsam das Handrad weiterdreht , kann man den Beginn der Nadelseitwärtsbewegung genau kontrollieren.
Einstellung:
Stimmt die Einstellung nicht, dann müssen die beiden Schrauben 2 des Schraubenrades 5, Abb. 9b, gelöst werden. Das Handrad nun solange in seiner normalen Drehrichtung drehen, bis die Nadel von unten kommend mit ihrer Spitze an der Stichplatten-Oberkante steht (siehe Abb. 9a ). Das Handrad festhalte n und das Schraubenrad 3, Abb. 9 solange in Drehrichtung des Handrades drehen, bis die Nadel links steht und wieder beginnt , sich nach rechts zu bewegen. In dieser Stellung eine Schraube 2 leicht anziehen. Ist jedoch in dieser Stellung des oberen Schraubenrades keine Schraube sichtbar, dann sollte das obere Schraubenrad, ohne dass sich das untere mitdreht, nach rechts geschoben und außer Eingriff gebracht werden. Es soll dann nach geringem Verdrehen so wieder in Eingriff gebracht werden, dass eine Schraube sichtbar ist, wenn es am Steuerexzenter 5 anliegt . Beide Schrauben 2 müssen dann wieder fest angezogen werden.
Kontrolle:
Die Nadelseitwärtsbewegung ist wie im Abschnitt "Überprüfung" zu kontrollieren.