Powerkiting, aber richtig: Unterschied zwischen den Versionen

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Es juckt einem schon in den Fingern bei 5 - 6 Bft seinen "Superkite" aufzubauen, aber glaubt mir bitte.... nichts ist schlimmer als Selbstüberschätzung. Auch wenn es hundertmal gut gegangen ist, irgendwann erwischt dich die für dich bestimmte Böe und du wirst auf die Wiese gedonnert. Wenn du Glück hast, dann ist nur deinem Drachen etwas passiert, und du kommst mit mittelschweren Blessuren davon, aber es ist und bleibt gefährlich für Leib und Leben. Da ich nicht so leicht loslasse, mußte ich so manche Verletzung tage- respektive wochenlang auskurieren. ;-(
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Es juckt einem schon in den Fingern bei 5 - 6 [[Bft]] seinen "Superkite" aufzubauen, aber glaubt mir bitte.... nichts ist schlimmer als Selbstüberschätzung. Auch wenn es hundertmal gut gegangen ist, irgendwann erwischt dich die für dich bestimmte Böe und du wirst auf die Wiese gedonnert. Wenn du Glück hast, dann ist nur deinem Drachen etwas passiert, und du kommst mit mittelschweren Blessuren davon, aber es ist und bleibt gefährlich für Leib und Leben. Da ich nicht so leicht loslasse, mußte ich so manche Verletzung tage- respektive wochenlang auskurieren. ;-(
  
 
Damit das klar wird....[[:Kategorie:Powerkiting|POWERKITEN]] ist eine RISIKOSPORTART!!! (obwohl sie offiziell nicht als Risikosportart eingestuft ist)
 
Damit das klar wird....[[:Kategorie:Powerkiting|POWERKITEN]] ist eine RISIKOSPORTART!!! (obwohl sie offiziell nicht als Risikosportart eingestuft ist)

Aktuelle Version vom 1. Juli 2011, 16:48 Uhr

Powerkiting, aber richtig ! (hier: Stabdrachen/Großdrachen wie S-Kite, Pure, Mirage etc.)


Eigentlich braucht man nur einen zugstarken Drachen, die älteste Jeans und ein Arschleder. Ich setze voraus, daß die Handschlaufen oder Powergrips gepolstert sind und die Leinen je nach Zugkraft des Drachen, ausgesucht wurden. Der Hersteller wird in seiner Beschreibung auf die Leinenstärke eingehen. Haltet euch bitte daran. Ich neige eher dazu, die nächst höhere Leinenstärke zu fliegen, da auch der Wind sich nicht strikt an 4 - 5 Bft hält. Auf der Wiese gehört festes Schuhwerk zur Grundausstattung. Ab Herbst sowieso. Denn die Wiesen sind feucht und wenn du stundenlang fliegen willst, sind nasse Füße nicht so toll. Eine Mütze/Hut oder Cap sind sinnvoll, sowohl im Sommer als auch im Winter. Die Sonnenbrille ist immer dabei. Nichts ist schlimmer, als den Drachen in die Sonne fliegen zu müssen, weil... der Wind die Richtung bestimmt. ;-)). Wenn du Turnschuhe trägst, wird das Rutschvergnügen im Stehen oder in der Hocke etwas eher einsetzen. Nur ist die Standfestigkeit nicht mehr ganz so hoch *g* Ein Trapez wird wichtig, wenn die Drachen stärker werden, oder du mit weniger Kraftaufwand länger fliegen willst.


Es juckt einem schon in den Fingern bei 5 - 6 Bft seinen "Superkite" aufzubauen, aber glaubt mir bitte.... nichts ist schlimmer als Selbstüberschätzung. Auch wenn es hundertmal gut gegangen ist, irgendwann erwischt dich die für dich bestimmte Böe und du wirst auf die Wiese gedonnert. Wenn du Glück hast, dann ist nur deinem Drachen etwas passiert, und du kommst mit mittelschweren Blessuren davon, aber es ist und bleibt gefährlich für Leib und Leben. Da ich nicht so leicht loslasse, mußte ich so manche Verletzung tage- respektive wochenlang auskurieren. ;-(

Damit das klar wird....POWERKITEN ist eine RISIKOSPORTART!!! (obwohl sie offiziell nicht als Risikosportart eingestuft ist)

Das Fliegen von großen Lenkdrachen oder sogenannten "Riesen" ist nicht ungefährlich. Es entstehen Zugkräfte die im normalen Leben nicht vorkommen (bis 400 kp). Selbst die Flugschnüre können eine Gefahr für den Piloten und/oder Unbeteiligte werden. Fluggeschwindigkeiten um 60/70 km/h sind schnell erreicht und lassen Lenkschnüre zu einer messerscharfen Waffe werden. Moderne Großdrachen sind Stabdrachen mit Spannweiten von 4,00 - 6,00 m und mehr. Sie wiegen teilweise bis zu 3,5 kg!!! Sie sind zwar aus high-tech Material und sehr widerstandsfähig / bruchfest, aber ein Zusammenstoß mit Lenkdrachen in voller Fahrt führt automatisch zu schwersten Verletzungen. Ein abschmierender Großdrachen aus 30 m Höhe schlägt ein Loch von 5 cm Tiefe in den Acker (Spatenlandung: Mit der Drachenspitze pfeilgerade runter in den Boden). Ich brauche keinem zu erläutern, was passiert wenn man einen Menschen auf diese Weise trifft. Vergleichbar einem Treffer aus 2 m mit einem Diskus. Selbstüberschätzung und Leichtfertigkeit führen konsequent zu leichten bis schweren Unfällen. Diese Hinweise sind absolut ernst gemeint. Es geht um eure Sicherheit und die von Passanten / Spaziergängern / Besuchern. Achtet darauf, daß auch andere Powerkiter sich entsprechend verhalten. Unkenntnis über Powerkites und deren Flugverhalten, sind die Ursachen eigener Verletzungen und schlimmer noch, die von Unbeteiligten. Folgende Sicherheitsregeln sollten möglichst eingehalten werden: Bevor Du einen Powerkite fliegen kannst, ist eine praktische Anleitung in den grundlegenden Flugtechniken absolute Notwendigkeit. Es wird auf deiner Wiese oder am Strand bestimmt jemanden geben, der dir die nötigen Tipps geben kann, denn Erfahrungen die man selbst sammeln muß werden meistens teuer und schmerzhaft. ;-)) Ein großes Gelände ohne Hindernisse (wie Hochspannungsleitungen, Bäume, Häuser, Strandkörbe etc.) ist Voraussetzung für das Powerkiten. Fliege nicht über Personen oder Tiere. Ich stand mal auf einer Wiese in der Nähe eines Reiterhofes. Jedes Pferd was vorbeikam machte dem Reiter erhebliche Probleme obwohl ich 100 Meter entfernt war. Haltet Abstand, mind. 3-fache Leinenlänge und plant Platz für Abstürze ein.

Bodenbeschaffenheit prüfen, nichts ist schmerzhafter, als auf einer Wiese in einen Kaninchenbau zu treten und der Drachen powert bedingungslos weiter. Festes Schuhwerk und strapazierfähige (oder älteste) Kleidung und Handschuhe anziehen. Ein Helm sieht manchmal uncool aus, aber verantwortungsbewußte Powerkiter, die sich z.B.: auf Landboarding spezialisiert haben, (ATB) fahren nie ohne Helm. Rückenprotectoren sind ebenfalls in unserem Sport sinnvoll. Starte keinen fremden Powerkite bevor du dich vergewissert hast, wie das Teil zu bewegen ist (Startverhalten? Langsamer Druckaufbau? Geschwindigkeit? Lenkverhalten? etc.).

Gebe deinen Powerkite nur an erfahrene Kiter zum "probefliegen", es sei denn du möchtest deine Kenntnisse über Reparaturtechniken ausweiten. Ein Anfänger, der bisher nur gutmütige Allrounder geflogen ist, wird mit einem S-Kite, Pure oder Mirage, egal welcher Größe, hoffnungslos überfordert sein. Wenn du mit Powerkiten beginnst, solltest du dir erst einen Drachen kaufen, der deinen Fähigkeiten entspricht. Taste dich nach und nach in die höheren Preisklassen oder Spannweiten. Auch beim Powerkiten gibt es die verschiedensten Modelle. Alle haben spezielle Formate und sind für den vielfältigen Einsatz gebaut. ( Buggykiten, Jumpen, Pullen, Kitesurfen, Snowkiten oder Wiesen/Strandrutschen mit dem Arschleder). Windstärken ab 5 bft und böiger Wind stellen auch erfahrene Kiter vor manche Probleme.

Deshalb lautet mein Grundsatz: Je stärker der Wind um so kleiner die Kites. Allerdings erhöht sich überproportional die Geschwindigkeit. Was z.B. die "kleine" Pure von M Ryll oder die "Bad Widow" von HQ bestens beweist.

harry_germany / PoWie-Kiter