Pfaff - Einstellanleitung - Automatic-Einrichtung
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Funktionsbeschreibung
Die Pfaff 1222 und 1221 haben eine kombinierte Nutz- und Zierstich-Automatic-Einrichtung. Die Nutzstich-Einrichtung ist als direktgesteuerte Automatic mit vor- und rückwärtsgesteuerter Transport-Einrichtung und die Zierstich-Einrichtung als indirektgesteuerte Automatic gebaut. Die beiden Automatic-Systeme sind kombiniert in einem Automatic-Träger zusammen untergebracht. Die Pfaff Kl. 1212 und 1211 haben nur die direktgesteuerte Nutzstich-Einrichtung.
Direktgesteuerte Automatic
Die direktgeateuerte Nutzstich-Automatic-Einrichtung hat ein festes Untersetzungsverhältnis von 12:1. Der Kurvenscheibenblock 5, Abb. 40, mit Schneckenrad, wird von einer auf der Armwelle befindlichen Schnecke, die zugleich als Stellring für die Armwelle dient, angetrieben. Die Tasthebel 8, die die Bewegungen 3 von den Kurvenscheiben abnehmen, sind an drehbar gelagerten Drucktastenhebeln angebracht, die ein- und ausgeschaltet werden können. Bei eingedrücktem Drucktastenhebel kommt der Tasthebel 8, der als Doppelhebel ausgebildet ist, auf der einen Seite mit der Kurvenscheibe 5 und auf der anderen Seite mit dem Hebel eines Schwingrahmens 10 in Kontakt. Der Schwingrahmen gibt über ein Gestänge 9 die Bewegungen 3 an die Stichlagen-Einrichtung des Zickzack-Aggregates weiter. Von hier aus wird die Bewegung 3 über die lange Verbindungsstange 11 direkt an das Nadelstangen-Pendel 2 weitergeleitet.
Vor- und rückwärtsgesteuerte Transporteinrichtung
Die Umschalt-Impulse für den vor - und rückwärtsgesteuerten Transport kommen ebenfalls von dem Kurvenscheibenblock 5 der direktgesteuerten Automatic (siehe Abb. 40a) . Sie werden von gleichen Tasthebeln 8, die ebenfalls auf diesen Drucktastenhebeln angebracht sind, aufgenommen. Die Weiterleitung der Bewegungen erfolgt über ein Abtaststück 10, das fest auf der Achse des zuvor beschriebenen Schwingrahmens geschraubt ist. Die Achse gibt dann diese Bewegungen über ein Gestänge 9 an den Gelenkstichsteller 4 ab, der dann seinerseits die Umschaltung des Vor- und Rückwärtsstiches bewirkt .
Indirektgesteuerte Automatic
Die indirektgesteuerte Zierstich-Automatic-Einrichtung hat ein veränderliches Untersetzungsverhältnis, so dass unterschiedlich lange Zierstichmuster bei gleicher Stichdichte genäht werden können. Der Antrieb erfolgt von einem Kurvenring auf der Armwelle zu einer Antriebskulisse, die je nach Stellung des Antriebsgelenkes kleine, mittlere, große oder gar keine Arbeitsimpulse zur Rollenkupplung weiterleitet. Die Arbeitsimpulse erfolgen nur in der Zeit, in der sich die Nadel außerhalb des Stoffes befindet. Während der Rückwärtsbewegung des Antriebsgelenkes steht der Kurvenscheibenblock durch eine Rücklaufsperre still. Das ergibt eine intermittierende Drehbewegung.
Die Tasthebel 8, die die Bewegungen 3 von den Kurvenscheiben 5 abnehmen, sind wie bei der direktgesteuerten Automatic an drehbar gelagerten Drucktastenhebeln angebracht , die ein- und ausgeschaltet werden können. (Siehe Abb. 40b).
Bei eingedrücktem Drucktastenhebel kommt der Tasthebel 8, der als Doppelhebel ausgebildet ist, auf der einen Seite mit der Kurven- scheibe 5 und auf der anderen Seite mit einem auf der Achse verschraubten Hebel in Kontakt (siehe Abb. 40b). Ein Lenkerhebel, der fest mit dieser Achse verbunden ist, gibt die Bewegung über eine Verbindungslasche 10 an die lange Verbindungsstange 9 weiter, die hierdurch auf- und abbewegt wird. Die Rolle auf der langen Verbindungsstange erhält dadurch unterschiedliche Stellungen zur Zickzack-kulisse 7. Diese Stellungen reichen vom Drehpunkt 1 der Kulisse 7 bis zu ihrem größten Bewegungsausschlag. Je nach Stellung der Rolle erhält das Nadelstangen-Pendel 2 mehr oder weniger große Zickzack-Ausschläge 4. Durch Verlagern der Stichlage nach rechts oder links, können diese Zickzack-Stiche bzw. Automatic-Muster einseitig verlagert werden. Sie werden hierdurch unsymetrisch.
Als Ausnahme wird nur die Bewegung für den Bogen des Pestonstiches über ein Abtaststück zum Schwingrahmen des Nutzstich-Aggregates und von dort aus zur Stichlagen-Einrichtung geleitet. Die Stichbreite des Festonbogens wird normal wie all e anderen Zierstiche über die Stichbreite gesteuert.
Einbau der Automatic
Regel:
Um den Blindstich, der normalerweise 5 Geradstiche und einen Zickzackstich hat, zusätzlich mit kleinen Zickzackstichen versehen bzw. einstellen zu können, ist es erforderlich, dass die Bewegungsimpulse des Zickzack-Exzenters und der Kurvenscheibe der direktgesteuerten Automatic gleichzeitig in die gleiche Richtung gehen.
Einbau:
Den Universal-Einstellknopf auf den Einstellbereich "8" und Stichlage links stellen. Am Handrad in normaler Drehrichtung drehen, bis die links im Stichlochschlitz aufsteigende Nadel mit ihrer Spitze genau an der Stichplatten-Oberkante steht. Den Universal-Einstellknopf auf Geradstichbereich stellen.
Das Blindstich-Symbol einschalten und die Musterlänge auf 13 stellen. Den Kurvenscheibenblock entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drehen, bis der von einem Schraubenzieher angedrückte Tasthebel genau am unteren Punkt der aufsteigenden Kurvenscheibe steht. Außerdem müssen alle Tasthebel nach oben stehen, d. h. dass sie durch Einschalten auf ihrer jeweiligen Kurve liegen würden.
Der Automat muss in dieser Stellung in die wie zuvor beschriebene eingestellte Maschine eingesetzt werden. Hierbei beachte man, dass
- die lange Verbindungslasche 2, Abb. 41 in die Gabel 10 eingeführt wird,
- der Stift 8 des Antriebsgelenkes 11 links von der Antriebskulisse 7 steht.
Nachdem alle diese Punkte sorgfältig beachtet wurden, muss die Automatic mit den 4 Befestigungsschrauben angeschraubt werden. - der Lenker 5 am Stift 4 des Lenkerhebels 6 eingehängt und durch einen Sicherungsring 3 gesichert wird,
- der Einstell-Lenkerhebel 15 für Vor- und Rückwärtsstich auf den Einstellhebel 17 aufgeschraubt wird.
Bei den PFAFF Kl . 1212, 1211, 1214, 1215, 1197, 1196 und 1199 entfällt das Einhängen des Lenkers 5 an den Lenkerhebel 6.
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