Moskito

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Moskito

Flugverhalten und Tricks

Der Moskito wird gerne an einer sehr kurzen (5m) und leichten Leine geflogen. Der Windbereich wo er richtig Sapß macht, liegt zwischen WS 1 bis 2. Darüber hinaus bin ich ihn noch nicht geflogen. Mit zunehmenden Wind wird er immer nervöser und schneller. Er reagiert sehr nervös und ist für Fluganfänger nicht zu empfehlen. Wenn man sich aber einmal an die kurzen Lenkwege gewöhnt hat, kann man diesem kleinen Teil fast alle bekannten Tricks entlocken. Axel, Lazy Susan, Flat Spin, Fade meistert er mit Bravour nur mit dem Backspin wird wohl nichts. Allerdings sehen die Tricks auf Grund der Größe nie so elegant aus wie mit einem Full Size Drachen. Alles in Allem macht dieser Drachen einfach nur rießigen Spaß. Daher wird der Nachbau unbedingt empfohlen. Und mich würde es freuen, den ein oder anderen auf Drachenfesten fliegen zu sehen.

Entstehungsgeschichte

Zur Entstehungsgeschichte gibts gar nicht so viel zu erzählen. Eines Tages war ich mal wieder im Drachenbauwahn und hatte nicht mehr genügend Material für einen Fullsize Drachen. So daß ich mich dazu entschied, eine Miniversion zu bauen. Eigentlich habe ich diesen Drachen nicht zum fliegen an sich gebaut. Er war vielmehr als Deko in meinem Zimmer gedacht. Dort hing er dann auch über ein halbes Jahr ohne Frischluft bekommen zu haben. Im Frühjahr 2002 hat mich dann Angi von den blue-nightflyers überredet dieses Teil mit zum Drachenfest zu bringen. Sie meinte doch tatsächlich, daß fast alles fliegt, was so ähnlich wie ein Drachen aussieht. Worauf meine Antwort war: Bei entsprechender Windstärke fliegt auch mein Zelt an zwei Schnüren. Nun gut, also bin ich zum Drachenfest, mit einem Drachen der als Deko gedacht war und zurückgekommen bin ich mit einer fixen Idee daraus einen Bauplan zu machen um den Spaß, den wir mit dem Teil hatten, an euch weiterzugeben.

Tips zum Bau

Die jenigen unter Euch, die schon Erfahrung im bauen von Darchen besitzen können den folgenden Teil locker überspringen. Er ist vielmehr für Einsteiger ins Drachenbauen gedacht. Bei den Schablonen habe ich mich dazu entschlossen, sie mit einem CAD Tool zu erstellen, daß ist wesentlich genauer als diverse andere Baupläne. Zum Ausdrucken benötigt ihr ein Program, welches das AutoCAD Format *.dwg lesen kann. Falls ihr grad keins zur Hand haben solltet, dann gibts hier eins for free. Wichtig ist dabei nur, daß ihr vor dem Ausdruck auf metrische Maße umstellt. Danach steht einem Ausdruck auf ca. 4 Seiten (diese Anzahl ist Druckerabhängig) nichts mehr im Wege. Für die Glücklichen unter euch, die einen A3 oder größeren Drucker besitzen, entfällt das genaue zusammenkleben der einzellnen A4 Blätter. Wer man diesen Schritt umgehen möchte, sollte sich in der Umgebung nach einem Copy Shop erkundigen, der AutoCAD Formate ausplotten kann.

Zur Erläuterung der Schablone

An allen Kanten habe ich bereits die Nahtzugaben mit eingezeichnet. Sie beträgt an der Leitkante 15mm, an der Schleppkante 6mm und an der Kielseite 5mm. Diese Zugaben benötigt man, wenn man überall doppelte Kappnähte näht. Wer sich an anderen Nähten probieren will, sollte gegebenenfalls die Zugaben abändern. Zur Übertragung der Schablone auf das schwarze Icarex empfiehlt sich ein weicher Bleistift.

Nähen

Beim Nähen habe ich mit der Leitkante angefangen. Dabei klappt man die äußere Kante bis zur inneren Lienie und legt diesen Saum nocheinmal um. So das am Ende die innere Linie den Bogen Leitkante beschreibt. Danach näht man dicht an der zum Drachen inneren Faltkante mit einem Geradstich entlang um die Stabtasche zu schließen. Bei der Schleppkante bin ich ähnlich verfahren. Achtet darauf, daß ihr den Saum stets nach hinten umklappt, wenn ihr die spätere Vorderseite des Drachens anseht. Dann entsethen später keine ungewünschten Verwirbelungen an der Schleppkante. Nachdem beide Segelhälften fertig sind, werden sie in der Mitte mit einer geschlossenen Kappnaht verbunden. Das macht ihr wie schon bei der Leitkante. Nur daß ihr nun zwei Stofflagen umlegt. Und danach auf beiden Seiten des Saumes mit einem Geradstich die Tasche auf das Segel näht. Beachtet bitte, daß ihr das Segel dazu auseinander nehmen müßt! Für Anfänger ist es einfacher, wenn sie für diese Naht doppelseitiges Klebeband (5mm breit aus dem Drachenladen) verwenden. So weit so gut. Das Segel ist schon mal fertig. Nun kommen wir an die Standoffhalterungen. Damit diese nicht zu schwer werden habe ich mir was ausgedacht. Und zwar benötigt man dafür ein kurzes Stück Dacron, daß in der Mitte gefaltet wird. auf einer Seite macht ihr am besten mit dem Lötkolben ein ca. 2 mm großes Loch. Dadurch schiebt ihr eine 2mm Endkappe bis sie zur Hälfte drin steckt. Dann beides zusammen umgeklappt und an die entsprechende Stelle am Segel gehalten. Danach diesen improvisierten Standoff Halter mit einem großen ZickZackStick am Segel festnähen. Wenn ihr das mit allen 4 Haltern gemacht habt bleiben nur noch die Aussparungen an der Leitkante und die Spitze. Die Aussparungen an der Leitkante für die Spreitzen scheidet ihr vorsichtig mit einer Schere +/- 1,5cm von der Markierung in das Segel. Die Spitze wird so wie bei fast allen anderen Lenkdrachen auch genäht. Ihr nehmt 5 oder 6 cm breites Daron, faltet es in der Mitte und legt es um die Spitze des Segels. Danach werden mit einen Geradestich Taschen für das Gestänge genäht. Denkt daran, daß die Taschen ein wenig größer sein müssen als 2mm.

Applikation

Die Applikation ist nicht so schwer, wie sie vielleicht auf den ersten Blick aussieht. Das größte Problem dabei ist, daß die Applikation eher klein ist und damit schnell verrutscht. Es gibt mehrere Möglichkeiten des kleine Teil auf der Rückseite des Segels zu fixieren. Am einfachsten ist Wasser. Ihr macht beide Teile ordentlich naß und legt sie passgenau übereinander. Dann streicht ihr das übrige Wasser zwischen den beiden Stofflagen mit dem Handrücken heraus. Das kleine Teil wird so fest an dem anderen "kleben", daß ihr die beiden Teile mit einem kleinen Zickzackstich vernähen könnt. Wer dieser Methode nicht so recht traut, kann auch doppelseitiges Klebeband benutzen. Dann bleibt nur noch von der Vorderseite des Segels sehr vorsichtig an der Naht entlang das schwarze Gegenstück auszuscheiden. Fertig ist eure Applikation.

Spannschüre

Zum Sapnnen des Segels habe ich an beiden Flügelanden und in der Mitte Spannschnüre nach folgenden Schema angenäht: Ihr nehmt die dicke Waageschnur und scheidet ein ca. 15 cm langes Stück ab. Legt es am Ende ca. 4 cm um und näht diese Schlaufe mit einen Zickzackstich an den Flügelenden an. In das andere Ende knotet ihr einen dicken Knoten, der später um die Splitnoke gelegt wird. Auf diese Weise wird das Segel gesapnnt. Wenn ihr an dieser Stelle seit hat ihr es schon fast geschafft.

Einfädeln des Gestänges

Beim Einfädeln des Gestänges kommen auch die Verbinder für die Spreitzen auf das Gestänge. Als Verbinder habe ich wieder 2mm Endkappen genommen, bei denen ich aber das geschlossene Ende abgeschnitten habe und ein weiteres Loch in der Mitte mit einem Stab eingedückt habe. Hinter dem oberen VerbinderKommt noch eine weitere 2mm Endkappe auf die Stange. Sie dient später dem Schutz der Nase von Innen. Als Mittelkreuz verwende ich eine 3 oder 4mm Endkappe, der ich einfach mit einer Nadel die entsprechenden Löcher verpasst habe. Jetzt können wir das Segel Spannen und die Standoffs einsetzen. Dann sollte der Moskito das erste Mal voll aufgebaut vor euch stehen. Nun fehlt nur noch die Waage.

Waage

Die Waagemaße in meiner Zeichnung sind die absoluten Längen der Waage vor dem Einbau. Der einfachste Weg diese Waage zu bauen ist: in dem ihr euch entsprechend lange Schüre mit einer Schlaufe (Länge egal, 3cm ist gut) zurechtlegt. Dann markiert ihr die entsprechende Länge des Waageteils mit einen Marker. Fangt mit der oberen und unteren Spreitze an (jeweils eine Schnur) dann knüpft ihr einen einfachen Knoten an der vorher markierten Stelle. Beim Mittelkreuz geht ihr ähnlich vor, nur das die Schnur länger sein muß und ihr mit der Mitte der Schnur einen Buchtknoten um das Mittelkreuz macht. Ein weiterer Knoten fügt den Waageteil vom Mittelkreuz mit dem bereits ferigen Teil zusammen. Ihr solltet jetzt 3 Schnüre in der Hand halten. Nach weiter 5 cm macht ihr mit allen 3'n einen weiteren Knoten, an dem später die Flugleine befestigt wird, und schneidet den Rest der Leinen hinter dem Knoten ab. Wenn ihr damit auf beiden Seiten fertig seid, habt ihr einen flugfähigen Moskito, der nur darauf wartet, endlich fliegen zu können

Für Verbesserungen oder weitere Erklärungen bin ich jederzeit zu haben.

Materialliste


Bauplan

Moskito Bauplan im AutoCAD format